Die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten treiben die Ölpreise rasant in die Höhe – und spielen Shell kurz vor den Quartalszahlen in die Karten. Während der Konzern sein Portfolio durch einen lukrativen Verkauf weiter strafft, reagieren erste Analysten bereits mit deutlichen Kurszielanhebungen. Das Umfeld für den Energieriesen präsentiert sich aktuell äußerst vorteilhaft.
Höhere Bewertungen dank Ölpreis
Die Berenberg Bank hat ihre Einschätzung für den Energiekonzern spürbar nach oben angepasst. Analyst Henry Tarr hob das Kursziel von 3.300 auf 4.100 britische Pence an und bestätigte die Kaufempfehlung. Als Hauptgründe für diesen Schritt nannte er den starken freien Cashflow sowie die widerstandsfähige Bilanz des Unternehmens.
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Diese Neubewertung trifft auf einen Markt, der von extremer Volatilität geprägt ist. Allein im vergangenen Monat schossen die Preise für Brent- und WTI-Rohöl um mehr als 50 Prozent in die Höhe. Auslöser sind vor allem die geopolitischen Unsicherheiten im Nahen Osten, die Sorgen vor potenziellen Angebotsengpässen schüren. Für das Upstream-Geschäft und die integrierte Gassparte von Shell bedeutet diese Preisentwicklung einen enormen operativen Hebel.
Portfolio-Umbau und Aktienrückkäufe
Parallel zum günstigen Marktumfeld treibt CEO Wael Sawan den strategischen Umbau des Konzerns voran. Shell steht kurz vor dem Abschluss des Verkaufs seiner Jiffy-Lube-Sparte an Monomoy Capital Partners. Der Deal hat ein Volumen von rund 1,3 Milliarden US-Dollar. Dieser Schritt unterstreicht die aktuelle Strategie, sich von margenschwächeren Geschäftsbereichen zu trennen und Kapital in profitablere Sektoren zu lenken.
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Gleichzeitig lässt das Management die Aktionäre direkt an den hohen Einnahmen teilhaben. Allein in den ersten beiden April-Tagen kaufte das Unternehmen über Morgan Stanley mehr als 3,2 Millionen eigene Aktien zurück, um diese anschließend einzuziehen. Diese konsequente Verknappung der handelbaren Anteile stützt den Kurs merklich und wird vom Markt positiv honoriert.
Blick auf die Quartalszahlen
Die Aufmerksamkeit der Investoren richtet sich nun auf das anstehende Handelsupdate für das erste Quartal, das am 8. April veröffentlicht wird. Analysten rechnen im Konsens mit einem Gewinn je Aktie von etwa 98 US-Cent. Das entspräche einem Anstieg von rund 24 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Im Fokus der Präsentation werden voraussichtlich die Handelsmargen in der LNG-Sparte sowie die Fortschritte bei den strukturellen Kostensenkungen stehen, die im Vergleich zu 2022 bereits ein Volumen von 5,1 Milliarden US-Dollar erreicht haben.
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