Shell kauft Aktien zurück — Tag für Tag, fast mechanisch. Das laufende 3,5-Milliarden-Dollar-Programm läuft bis Ende April, und die Q1-Ergebnisse am 7. Mai dürften direkt von einem Folgeprogramm begleitet werden. Gleichzeitig liefert das erste Quartal ein gespaltenes Bild: Handelserfolge auf der einen Seite, Produktionsausfälle durch den Angriff auf die Qatari-Anlage auf der anderen.
Aktienrückkäufe im Dauerbetrieb
Allein am 8. April kaufte Shell über 4,4 Millionen eigene Aktien zurück — verteilt auf mehrere Handelsplätze von London bis Amsterdam. Über die vergangenen Wochen lagen die täglichen Rückkaufvolumina zwischen rund 0,9 und 2,4 Millionen Aktien. Morgan Stanley führt die Transaktionen im Rahmen des am 5. Februar 2026 angekündigten Programms eigenständig durch.
Shells erklärtes Ziel ist es, 40 bis 50 Prozent des operativen Cashflows über den Zyklus hinweg an Aktionäre zurückzugeben — durch Dividenden und Rückkäufe. Das aktuelle Programm ist dabei kein Einzelfall, sondern Teil einer kontinuierlichen Kapitalrückgabe.
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Pearl-Ausfall trifft Gasproduktion
Das größte operative Problem des Quartals ist der Angriff auf die Pearl-GTL-Anlage in Ras Laffan, Qatar. Am 19. März stellte Shell die Produktion dort ein, nachdem ein Feuer einen der beiden Produktionszüge beschädigt hatte. Pearl ist die weltgrößte Gas-to-Liquids-Anlage mit einer Kapazität von 140.000 Barrel Öläquivalent pro Tag — und Shell hält 100 Prozent davon. Die Reparatur von Zug zwei wird auf rund ein Jahr geschätzt.
Entsprechend fällt die Gasproduktion im ersten Quartal niedriger aus: Shell erwartet 880.000 bis 920.000 Barrel Öläquivalent pro Tag, nach 948.000 im Schlussquartal 2025.
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Raffinerie und Handel gleichen Verluste aus
Was die Produktionsseite belastet, kompensiert das Handelsgeschäft zumindest teilweise. Die Raffineriemargen stiegen von 14 auf 17 Dollar pro Barrel, die Auslastung der Raffinerien soll 95 bis 99 Prozent erreichen. Das Ölhandelsgeschäft profitierte von der Volatilität durch den Nahost-Konflikt — die Ergebnisse lagen laut Shell „deutlich über“ dem Vorquartal.
Ob der Handelsgewinn ausreicht, um den erheblichen Mittelabfluss aus dem Betriebskapital und den nicht-zahlungswirksamen Schuldenanstieg zu kompensieren, wird sich am 7. Mai zeigen, wenn Shell die vollständigen Q1-Zahlen vorlegt. Die Konsensschätzung der Analysten soll am 29. April veröffentlicht werden.
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