Shell: Q1-Ergebnisse 7. Mai erwartet

Vor den Q1-Zahlen zeigt Shell ein gemischtes Bild: Produktionsausfälle in Katar stehen starken Raffineriemargen und einem boomenden Handelsgeschäft gegenüber.

Shell Aktie
Kurz & knapp:
  • Analystenmeinungen zu Shell stark gespalten
  • Produktionsstopp in Katar belastet Gas-Sparte
  • Raffineriemargen und Handelsgewinne legen zu
  • Aktienrückkaufprogramm kurz vor Abschluss

In Katar stehen die Bänder der Pearl-Gasanlage nach einem Angriff still. In den Handelsabteilungen von Shell sprudeln derweil die Gewinne dank gestiegener Raffineriemargen. Diese operative Diskrepanz prägt das Bild, bevor der Energiekonzern in wenigen Tagen seine Bücher öffnet.

Analysten im Zwiespalt

Die Meinungen an der Wall Street driften spürbar auseinander. Scotiabank hob das Kursziel für Shell massiv von 91 auf 122 US-Dollar an. Analystin Betty Zhang stuft das Papier als „Sector Outperform“ ein. BNP Paribas Exane strich hingegen die Kaufempfehlung. Die französische Bank senkte das Ziel auf 101 Dollar und rät nun zum Halten.

An der Börse zeigt sich ein solider Trend. Die Shell-Aktie ging am Freitag bei 38,12 Euro aus dem Handel und verbucht damit seit Jahresbeginn ein Plus von rund 18 Prozent. Der Kurs notiert komfortabel über der 200-Tage-Linie.

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Ausfälle in Katar treffen auf starkes Handelsgeschäft

Operativ liefert das erste Quartal ein gemischtes Bild. Im Bereich Integrated Gas rechnet das Management mit einem Produktionsrückgang auf im Schnitt 900 Tausend Barrel Öläquivalent pro Tag. Hauptgrund ist der Produktionsstopp in der katarischen Anlage Mitte März. Das nachgelagerte Geschäft fängt die Delle ab. Die Raffineriemarge klettert voraussichtlich von 14 auf 17 Dollar je Barrel.

Auch der Handel mit Chemikalien und erneuerbaren Energien wirft deutlich mehr ab als im Vorquartal. Allein die Sparte Renewables and Energy Solutions soll bis zu 700 Millionen Dollar zum bereinigten Ergebnis beisteuern.

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Milliardenabflüsse und Aktienrückkäufe

Auf der Bilanzseite lauern finanzielle Belastungen. Shell kalkuliert mit negativen Effekten beim Working Capital von bis zu 15 Milliarden Dollar. Extreme Preisschwankungen bei Rohstoffen belasten die Lagerbestände und Forderungen. Hinzu kommt ein Anstieg der nicht-liquiden Nettoverschuldung um bis zu vier Milliarden Dollar, ausgelöst durch variable Leasingverträge in der Schifffahrt.

Aktionäre blicken derweil auf das laufende Aktienrückkaufprogramm. Das Volumen von 3,5 Milliarden Dollar nähert sich dem Abschluss. Es wäre das 17. Quartal in Folge, in dem Shell eigene Papiere für mindestens drei Milliarden Dollar vom Markt nimmt.

Am 29. April veröffentlicht das Unternehmen zunächst die gesammelten Analystenschätzungen. Die offiziellen Quartalszahlen folgen am 7. Mai vor US-Börseneröffnung. An diesem Stichtag entscheidet sich, ob das Management direkt ein neues Rückkaufprogramm auflegt.

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