Siemens: 80. Vectron-Lokomotive an VR Group

Siemens Energy verdoppelt Quartalsgewinn und hebt Jahresprognose an. KI-Rechenzentren treiben Nachfrage nach Gasturbinen und Netztechnik.

Siemens Aktie
Kurz & knapp:
  • Quartalsgewinn auf 1,11 Milliarden Euro gestiegen
  • Prognose für Umsatzwachstum auf 14-16 Prozent erhöht
  • KI-Rechenzentren beflügeln Gasturbinen- und Netztechnik
  • Gamesa reduziert Verlust auf 44 Millionen Euro

Während der Mutterkonzern mit der Auslieferung der letzten Vectron-Lokomotive nach Finnland einen Großauftrag abschließt, liefert die Energietochter die stärkste Nachricht des Wochenendes: Siemens Energy erhöht seine Prognose für 2026 deutlich — und verdoppelt dabei nahezu seinen Quartalsgewinn.

Prognoseanhebung auf breiter Front

Der vorläufige Nettogewinn von Siemens Energy für das zweite Quartal stieg auf 1,11 Milliarden Euro — nach 615 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Das treibt die Erwartungen nach oben: Das vergleichbare Umsatzwachstum soll nun zwischen 14 und 16 Prozent liegen, zuvor waren 11 bis 13 Prozent angepeilt. Die operative Marge vor Sondereffekten wird auf 10 bis 12 Prozent angehoben.

Hinter dem Sprung steckt vor allem eine Nachfrageverschiebung. Gasturbinen und Netztechnologien profitieren massiv vom Ausbau von KI-Rechenzentren in den USA. Da Siemens AG als Großaktionär an Siemens Energy beteiligt ist, wirkt sich diese operative Stärke direkt auf die Bewertung des Gesamtkonzerns aus.

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Vectron in Finnland, neuer CFO in den USA

Parallel dazu schließt Siemens Mobility einen Auftrag ab, der 2014 als Rekord galt. Die VR Group erhielt die 80. und letzte Vectron-Lokomotive — damals der größte Einzelauftrag für die Plattform und der erste Einsatz auf dem finnischen Breitspurnetz. Alle Einheiten wurden laut Siemens Mobility innerhalb des vereinbarten Zeitrahmens geliefert.

Personell gibt es eine Neubesetzung im wichtigsten Wachstumsmarkt: Mesut Eken übernimmt zum 1. August das CFO-Amt bei Siemens USA. Er ist seit fast drei Jahrzehnten im Konzern, zuletzt leitete er die Einheit Motion Control.

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Gamesa stabilisiert sich

Ein weiterer Datenpunkt aus dem Quartal: Siemens Gamesa, die Windkrafttochter, reduzierte ihren Verlust auf vorläufig 44 Millionen Euro — nach 249 Millionen Euro Verlust im Vorjahreszeitraum. Eine Trendwende ist das noch nicht, aber die Richtung stimmt.

Die Siemens-Aktie schloss den Freitag bei 243,10 Euro, nahezu unverändert. Auf Sicht von 30 Tagen hat der Kurs knapp 15 Prozent zugelegt — die Prognoseanhebung der Energietochter dürfte den Rückenwind zu Beginn der neuen Handelswoche verlängern.

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