Siemens verlor gestern 2,9% im Umfeld des weltweiten Ausverkaufs bei KI- und Halbleiteraktien. Medienberichten zufolge belasteten Zweifel an der Rentabilität hoher KI-Investitionen und eine mögliche strengere Regulierung den deutschen Aktienmarkt. Ein unternehmensspezifischer Auslöser für den Rückgang wurde dabei nicht genannt.
Deutsche Bank verweist auf gemischte Signale
Deutsche Bank Research beließ Siemens gestern auf „Hold“ und bestätigte das Kursziel von 270 Euro. Analyst Gael de-Bray verwies auf durchwachsene Signale aus den Wettbewerberzahlen im Automatisierungsgeschäft. Den Auftragstrend von Siemens in der Elektrifizierung bezeichnete er dagegen weiterhin als stark.
Den nächsten Einblick in die Geschäftsentwicklung gibt Siemens am 12. November: Angekündigt sind die Ergebnisse des vierten Quartals und vorläufige Zahlen für das Geschäftsjahr 2026. Der Analystencall ist für 9:30 Uhr CET vorgesehen.
Investition in Bahn-Infrastruktur und geplanter Markenwechsel
Siemens eröffnete gestern in Chippenham in Großbritannien ein neues Technologie- und Innovationszentrum für Bahn-Infrastruktur. Das Unternehmen beziffert die Investition auf 115 Millionen Euro und nennt 800 lokale Arbeitsplätze.
Am Donnerstag kündigte Siemens Healthineers an, seinen Namen in Healthineers zu ändern. Nach Angaben von Siemens soll der Markenwechsel 2027 beginnen und sich über drei Jahre erstrecken.
Die geplante Abspaltung soll 2027 den Aktionärsversammlungen beider Unternehmen im Februar zur Zustimmung vorgelegt werden.
Am Mittwoch verlängerte Siemens zudem langfristig den Mietvertrag für seine Niederlassung in der Düsseldorfer Airport City. Die rund 6.300 Quadratmeter Bürofläche sollen modernisiert werden. Vorgesehen sind außerdem Investitionen des Gebäudeeigentümers in Wärmepumpen, Ladeinfrastruktur und Photovoltaik.
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