Siemens Aktie: Geteilte Meinungen vor Q2

Deutsche Bank und Barclays bewerten Siemens-Aktie gegensätzlich, während Insiderkäufe Vertrauen signalisieren. Die Tochter Healthineers steht unter Druck, bevor die Quartalszahlen im Mai Klarheit bringen.

Siemens Aktie
Kurz & knapp:
  • Gegensätzliche Analystenbewertungen von DB und Barclays
  • Insiderkäufe im Siemens-Umfeld als Vertrauenssignal
  • Healthineers mit Kurszielsenkung und Wachstumssorgen
  • Iran-Konflikt und Ölpreis als neue Unsicherheitsfaktoren

Zwei Analysten, zwei Botschaften — und dazwischen ein Insiderkauf, der für sich spricht. Rund um den 27. März lieferten Deutsche Bank und Barclays gegensätzliche Signale zur Siemens-Aktie, während der Iran-Konflikt als neuer Unsicherheitsfaktor ins Spiel kommt.

Deutsche Bank gelassen, Barclays skeptisch

Deutsche Bank-Analyst Gael de-Bray bestätigte sein „Hold“-Rating mit Kursziel 245 Euro und erwartet, dass die Auswirkungen des Iran-Konflikts auf Siemens‘ Auftragseingänge im zweiten Quartal überschaubar bleiben — trotz Berichten über aufgeschobene Investitionsprojekte bei einzelnen Kunden. Die breite operative Basis des Konzerns dürfte regionale Schwankungen abfedern.

Barclays-Analyst Vlad Sergievskii sieht das anders. Er senkte das Kursziel leicht auf 220 Euro und behielt „Underweight“ bei. Dabei erkennt er durchaus operative Fortschritte und einen stabileren Free Cashflow an — hält die Aktie auf dem aktuellen Bewertungsniveau aber für zu teuer.

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Auf der anderen Seite kauften zwei Personen aus dem Umfeld von Aufsichtsratsmitglied Dr. Nathalie von Siemens am 26. März Aktien im Wert von je rund 105.000 Euro zu einem Preis von etwa 209,77 Euro. Solche Transaktionen aus dem direkten Unternehmensumfeld werden am Markt üblicherweise als Vertrauenssignal gewertet — zumal die Aktie seit Jahresbeginn rund 16 Prozent verloren hat.

Healthineers unter zusätzlichem Druck

Auch für die Tochter Siemens Healthineers senkte die Deutsche Bank ihr Kursziel — von 46 auf 42 Euro. Analyst Falko Friedrichs prognostiziert für das zweite Quartal ein organisches Umsatzwachstum von nur 3 Prozent und einen Ergebnisrückgang von 16 Prozent. Als Belastungsfaktoren nennt er Schwäche im Diagnostikgeschäft, Währungs- und Zolleffekte sowie Nahost-Risiken für die Jahresziele.

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Der allgemeine Marktkontext verschärfte die Lage zusätzlich: Ein Brent-Ölpreis von knapp 115 Dollar — ein Tagesplus von über 6 Prozent — schürte Sorgen vor steigenden Energiekosten in der Industrie.

Zwei Termine im Kalender

Die nächsten Klarheitspunkte stehen fest: Siemens Healthineers legt die Q2-Zahlen voraussichtlich am 7. Mai vor, Siemens selbst folgt am 13. Mai 2026. Bis dahin dürften Währungseffekte, Zollrisiken und die Entwicklung in Nahost die Kursdiskussion dominieren — mit einem Titel, der rund 14 Prozent unter seinem 200-Tage-Durchschnitt notiert und damit wenig Spielraum für Enttäuschungen lässt.

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