Spartenchef Cedrik Neike hat eine klare Botschaft: Das Industriesoftware-Geschäft von Siemens ist strukturell vor KI-Disruption geschützt. Das Argument — Autohersteller und Pharmaunternehmen können sich bei sicherheitskritischen Prozessen keine Fehler leisten — ist nicht neu, aber es gewinnt an Gewicht, je mehr generative KI klassische Softwareanbieter unter Druck setzt.
Solides Quartal, ambitionierter Ausblick
Die Quartalszahlen für das erste Geschäftsjahresquartal 2026 liefern Rückenwind für dieses Narrativ. Aufträge stiegen um zehn Prozent, der Umsatz um acht Prozent. Besonders die Smart-Infrastructure-Sparte verzeichnete einen Rekordauftragseingang. Für das Gesamtjahr erwartet Siemens ein Umsatzwachstum von sechs bis acht Prozent bei einer Book-to-Bill-Ratio über eins — also mehr Bestellungen als Umsatz, ein Indikator für künftiges Wachstum.
Zwei Milliarden-Akquisitionen als Fundament
Hinter dem KI-Schutzwall-Argument steckt auch handfeste M&A-Aktivität. Im März 2025 schloss Siemens die Übernahme von Altair Engineering für rund zehn Milliarden US-Dollar ab — ein Spezialist für industrielle Simulation, Hochleistungsrechnen und KI. Nur wenige Monate später folgte die 5,1-Milliarden-Dollar-Akquisition von Dotmatics, einem Life-Sciences-Softwareanbieter. Von Dotmatics allein erwartet Siemens mittelfristig Umsatzsynergien von 100 Millionen US-Dollar jährlich, langfristig sollen es über 500 Millionen werden.
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Ergänzt wird das Portfolio durch ein Memorandum of Understanding mit dem US-Energieministerium zur Unterstützung der Genesis Mission — einer Bundesinitiative zur Modernisierung wissenschaftlicher Infrastruktur, an der auch Google, NVIDIA, Microsoft und OpenAI beteiligt sind.
Aktie sucht nach Stabilität
Die Kurskorrektur der vergangenen Wochen war spürbar: Seit Jahresanfang hat die Aktie rund zwölf Prozent verloren und liegt damit deutlich unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt von 235,70 Euro. Nach einem Sechsmonatstief Mitte März setzte zuletzt eine Erholung ein. Ob die fundamentale Stärke — starkes Ordermomentum, abgeschlossene Großakquisitionen, klares Wachstumsprogramm — ausreicht, um die Lücke zum 52-Wochen-Hoch bei 261,55 Euro wieder zu schließen, hängt auch davon ab, wie überzeugend das KI-Resistenz-Argument bei Investoren verfängt.
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