Siemens Aktie: KI-Turbo zündet

Siemens übertrifft Analystenerwartungen deutlich und hebt Jahresprognose an. Gleichzeitig kündigt der Konzern einen umfassenden Führungswechsel mit schlankerer Vorstandsstruktur an.

Siemens Aktie
Kurz & knapp:
  • Starker Gewinnsprung im industriellen Geschäft
  • Jahresprognose für Gewinn je Aktie angehoben
  • Wechsel an der Spitze der Finanzabteilung
  • Vorstand wird von sieben auf fünf Mitglieder verkleinert

Der Münchner Technologiekonzern hat den Markt positiv überrascht. Mit deutlich besser als erwarteten Quartalszahlen und einer angehobenen Prognose beweist Siemens, dass die Transformation hin zu KI-gestützter Automation Früchte trägt. Doch während die Zahlen beeindrucken, steht gleichzeitig ein personeller Umbruch in der Führungsetage an.

Das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2025/26 lief besser als gedacht. Das Ergebnis des industriellen Geschäfts kletterte um 15 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro – deutlich über der Analystenschätzung von 2,64 Milliarden Euro. Alle drei Konzernbereiche legten zu, wobei die Fabrikautomatisierung besonders stark abschnitt.

Der Auftragseingang stieg um 10 Prozent auf 21,4 Milliarden Euro, der Umsatz legte um 8 Prozent auf 19,1 Milliarden Euro zu. Konzernchef Roland Busch sieht einen klaren Treiber für das Wachstum: „Künstliche Intelligenz ist ein starker Wachstumstreiber für unsere Geschäfte.“ Die Sparte Digital Industries verbesserte sich dabei besonders deutlich.

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Prognose nach oben geschraubt

Auf Basis der starken Entwicklung hat Siemens die Gewinnprognose für das Gesamtjahr angehoben. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll nun zwischen 10,70 und 11,10 Euro liegen – zuvor waren 10,40 bis 11,00 Euro angepeilt. Das Umsatzziel von plus 6 bis 8 Prozent auf vergleichbarer Basis bleibt hingegen unverändert. Der Konzern rechnet weiter mit Gegenwind durch den starken Euro.

Der Nettogewinn fiel im abgelaufenen Quartal mit 2,0 Milliarden Euro zwar niedriger aus als im Vorjahr, als der Verkauf des Elektromotorenherstellers Innomotics einen Buchgewinn von 2,1 Milliarden Euro bescherte. Doch auch bereinigt lag das Ergebnis über den Erwartungen der Analysten, die lediglich 1,6 Milliarden Euro prognostiziert hatten.

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Führungswechsel zum 1. April

Parallel zu den Quartalszahlen hat der Aufsichtsrat personelle Weichen gestellt. Finanzchef Ralf Thomas übergibt zum 1. April nach über einem Jahrzehnt an der Spitze der Finanzabteilung den Staffelstab an Veronika Bienert. Sie übernimmt den Posten zusätzlich zu ihren bisherigen Aufgaben und verantwortet künftig auch die Bereiche Siemens Financial Services, Real Estate und Global Business Services.

Thomas scheidet auf eigenen Wunsch zum 13. Mai aus dem Vorstand aus, bleibt dem Konzern aber bis zum regulären Ende seiner Amtszeit im Dezember als Berater erhalten. Seine Position als Aufsichtsratsvorsitzender von Siemens Healthineers ist davon nicht betroffen.

Zugleich übernimmt Peter Körte, aktuell verantwortlich für Technologie und Strategie, zum 1. Juli zusätzlich die Leitung der Sparte Smart Infrastructure. Damit verkleinert sich der Vorstand von sieben auf fünf Mitglieder – ein Signal für schlankere Strukturen. Die Siemens-Aktie reagierte auf die Nachrichten im nachbörslichen Handel nahezu unverändert bei 256,50 Euro.

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