Siemens plant eine der tiefgreifendsten internen Umstrukturierungen seit Jahren. Die beiden größten Sparten des Konzerns sollen aufgelöst und in sechs bis sieben kleinere Einheiten zerlegt werden — ein klarer Bruch mit der bisherigen Organisationslogik.
Weniger Hierarchie, mehr KI-Integration
Konkret betrifft der Umbau die Divisionen Digital Industries und Smart Infrastructure. Statt über eine Zwischenebene zu berichten, sollen die neuen Einheiten künftig direkt an den Konzernvorstand unter CEO Roland Busch antworten. Die flachere Struktur soll vor allem die Verbindung zwischen klassischen Hardware-Bereichen wie dem Energiemanagement und Software- sowie KI-Lösungen beschleunigen. Das Mobilitätsgeschäft mit dem Bahnbereich bleibt von den Plänen vorerst unberührt.
Personell wird die Neuausrichtung ab Juli greifbar: Peter Körte, bislang als Chief Technology und Chief Strategy Officer tätig, übernimmt zusätzlich die Verantwortung für Smart Infrastructure — als Nachfolger des scheidenden Matthias Rebellius. Körte gilt intern als Architekt der KI-Strategie und soll die Transformation zur „One Tech Company“ operativ umsetzen. Die finale Entscheidung über die neue Konzernstruktur fällt voraussichtlich im Mai, nach Abstimmung mit Aufsichtsrat und Arbeitnehmervertretern.
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Analysten zwischen Zurückhaltung und Optimismus
Die Reaktionen am Markt fielen gemischt aus. HSBC hob das Kursziel leicht von 235 auf 240 Euro an, beließ die Einstufung jedoch bei „Hold“. Deutlich zuversichtlicher zeigt sich J.P. Morgan: Die Bank bestätigt ihre Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 325 Euro und verweist auf einen Rekordauftragsbestand von rund 120 Milliarden Euro, der für hohe Umsatzsichtbarkeit sorge.
Die Aktie notiert aktuell bei rund 206 Euro — damit rund 21 Prozent unter dem Jahreshoch von 261,55 Euro aus dem Januar. Für das laufende Geschäftsjahr hält Siemens an seiner Gewinnprognose von 10,70 bis 11,10 Euro je Aktie fest. Am 13. Mai folgen die Zahlen zum zweiten Geschäftsquartal — dann dürfte der Markt auch erste konkrete Details zu möglichen Kostensynergien aus dem Umbau erwarten.
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