Siemens Aktie: Neue Chefin, alte Stärke

Siemens startet mit starkem Quartal ins Geschäftsjahr 2026, hebt Jahresprognose an und erreicht Rekordauftragsbestand. Die neue Finanzvorständin Veronika Bienert übernimmt solide Basis.

Siemens Aktie
Kurz & knapp:
  • Industriegewinn steigt um 15 Prozent
  • Auftragsbestand erreicht Rekordwert
  • Prognose für Gewinn je Aktie angehoben
  • Digital Industries mit starkem Wachstum

Veronika Bienert hat das Finanzressort bei Siemens übernommen — und sie tritt ein schwieriges Erbe an, zumindest auf den ersten Blick. Tatsächlich sind die Ausgangsbedingungen kaum besser: Rekordauftragsbestand, angehobene Jahresprognose, ein starkes erstes Quartal. Ihr erster eigener Quartalsbericht folgt am 13. Mai.

Starker Start ins Geschäftsjahr 2026

Die Zahlen, die Bienert als neue Finanzvorständin vorfindet, sind beeindruckend. Im ersten Quartal 2026 stieg der Industriegewinn um 15 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro. Die Auftragseingänge legten um 10 Prozent auf 21,4 Milliarden Euro zu, der gesamte Auftragsbestand kletterte auf einen Rekordwert von 120 Milliarden Euro. Besonders das Segment Digital Industries legte mit einem Plus von 37 Prozent deutlich zu — getrieben von Rechenzentrum-Deals im Volumen von 1,8 Milliarden Euro allein in diesem Quartal.

Das Management hob nach diesem Jahresauftakt die Prognose für den Gewinn je Aktie auf 10,70 bis 11,10 Euro an. Eine solide Basis für die neue Finanzchefin, deren inhaltlicher Fokus auf Digitalisierung des Finanzwesens und Cashflow-Optimierung liegt.

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Geopolitik, Hannover Messe, Analysten

Den kräftigen Kursanstieg von rund 10 Prozent am 8. April verdankte die Aktie weniger unternehmenseigenen Nachrichten als dem Gesamtmarkt und dem Waffenstillstand im Iran-Krieg. Mit einem Tagesplus von 8,92 Prozent landete Siemens an diesem Tag auf dem dritten Platz der DAX-Gewinner. Seither notiert das Papier knapp unter dem 50-Tage-Durchschnitt bei 233 Euro — und mit einem RSI von 77 im überkauften Bereich.

Nächste Impulse könnten von der Hannover Messe kommen: Am 20. April präsentiert Siemens dort den „Digital Twin Composer“, eine auf NVIDIA Omniverse basierende Anwendung, die bereits gemeinsam mit PepsiCo in der Fertigung eingesetzt wird. Für den Sommer plant der Konzern zudem den Markteintritt für private Mobilfunknetze in den USA.

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Das Analystenbild ist gespalten. Barclays bewertet die Aktie mit „Underweight“ und senkte das Kursziel zuletzt auf 220 Euro — also leicht unter dem aktuellen Kurs von 226,40 Euro. JPMorgan hingegen sieht das Papier bei 325 Euro und damit deutlich höher. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 261,55 Euro beträgt noch gut 13 Prozent.

Am 13. Mai legt Siemens die Zahlen zum zweiten Quartal vor — Bienerts erster vollständiger Bericht als Finanzvorständin und gleichzeitig der letzte offizielle Auftritt ihres Vorgängers Ralf P. Thomas im Management Board. Ob der starke Auftragseingang aus Q1 auch in den Ergebnissen des zweiten Quartals sichtbar wird, dürfte dann die entscheidende Frage für die weitere Kursentwicklung sein.

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