Siemens zieht im März 18 Millionen eigene Aktien ein – und setzt damit parallel zu starken Quartalszahlen ein klares Zeichen bei der Kapitalstruktur. Gleichzeitig läuft das laufende Rückkaufprogramm deutlich schneller als ursprünglich geplant. Doch was steckt hinter dem Tempo – und wie gut ist das Fundament, auf dem Siemens diese Schritte aufbaut?
Weniger Aktien, schnellerer Rückkauf
Durch den geplanten Einzug von 18 Millionen Schatzaktien sinkt das Grundkapital auf 782 Millionen Aktien. Für Aktionäre ist das vor allem rechnerisch relevant: Wenn der Gewinn gleich bleibt, verteilt er sich auf weniger Aktien – das kann den Gewinn je Aktie stützen.
Untermauert wird das durch den laufenden Rückkauf. Von den angekündigten bis zu 6 Milliarden Euro (über maximal fünf Jahre; Programmstart Februar 2024, Ankündigung November 2023) hat Siemens bereits 4,4 Milliarden Euro umgesetzt – schneller als ursprünglich vorgesehen.
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Starker Jahresauftakt – Rekordauftragsbestand als Rückenwind
Die operative Grundlage liefert das Q1 des Geschäftsjahres 2026 (veröffentlicht am 12. Februar). Siemens meldete Gruppenaufträge von 21,4 Milliarden Euro (plus 10% zum Vorjahr) und 8% Umsatzwachstum. Im Industriegeschäft stieg das Ergebnis auf 2,9 Milliarden Euro (plus 15%), die Marge lag bei 15,6%. Beim Ergebnis je Aktie wurden 2,80 Euro erreicht (Vorjahr: 2,22 Euro bereinigt).
Der Blick auf die Nachfrage fällt dabei besonders ins Gewicht: Der Auftragsbestand kletterte auf 120 Milliarden Euro – ein neuer Rekord. Mit einem Book-to-Bill von 1,12 kamen mehr neue Aufträge herein, als Umsatz verbucht wurde.
Datencenter treiben – Prognose angehoben, nächste Wegmarke im Mai
Ein auffälliger Impuls kam aus Smart Infrastructure: Datencenter-Aufträge sorgten für einen Umsatzanstieg von 35% im Segment. Aus den USA kamen mehrere Großaufträge für Cloud- und KI-Infrastruktur, die 1,8 Milliarden Euro an Bestellungen brachten; in den Vereinigten Staaten legten die Orders in diesem Bereich um 54% zu. Ergänzend verwies Siemens auf die Zusammenarbeit mit NVIDIA, um KI-beschleunigte Industrielösungen aufzubauen; als Blaupause ist ab 2026 die Siemens Electronics Factory in Erlangen genannt.
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Auf Basis des starken Starts hob Siemens zudem die Gewinnprognose (EPS vor PPA) für 2026 auf 10,70 bis 11,10 Euro an (zuvor 10,40 bis 11,00 Euro). Beim vergleichbaren Umsatzwachstum erwartet der Konzern Werte im oberen Bereich der Spanne von 6 bis 8%. Die Dividende wurde am 13. Februar ausgezahlt und lag bei 5,35 Euro je Aktie.
An der Börse zeigt sich zuletzt allerdings ein anderer Tonfall: Der Schlusskurs von gestern (Montag) lag bei 238,30 Euro, rund 8,47% unter dem Niveau vor 30 Tagen und knapp 4,94% unter dem 50-Tage-Durchschnitt (250,68 Euro).
Konkret terminiert ist die nächste wichtige Wegmarke: Am 13. Mai 2026 legt Siemens die Zahlen für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2026 vor. Dann wird sichtbar, ob der Rückenwind aus Datencentern und Automatisierung die aktuelle Kursdelle wieder überlagert – und ob die angehobene Jahresprognose operativ weiter untermauert wird.
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