Siemens kauft konsequent eigene Aktien zurück, hebt die Jahresprognose an — und steht gleichzeitig vor einem der größten Umbauvorhaben der Unternehmensgeschichte. Nach einem Rücksetzer auf ein Sechs-Monats-Tief Ende März hat sich die Aktie wieder stabilisiert, notiert aber noch deutlich unter ihrem Jahresanfangsniveau.
Rückkaufprogramm nimmt Fahrt auf
In der Woche vom 16. bis 22. März erwarb Siemens rund 711.000 eigene Aktien. Seit Programmstart im Februar 2024 wurden damit bereits gut 22 Millionen Aktien zurückgekauft — von einer genehmigten Gesamtsumme von 6 Milliarden Euro sind knapp 4,4 Milliarden Euro geflossen. Im März sollen zudem 18 Millionen eigene Aktien eingezogen werden, was den Gewinn je Aktie rechnerisch erhöht.
Das Fundament dafür ist solide: Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres stieg der Umsatz um acht Prozent auf 19,1 Milliarden Euro, der Auftragseingang kletterte auf 21,4 Milliarden Euro — ein Plus von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auf dieser Basis hob das Unternehmen seine Prognose für das Ergebnis je Aktie auf 10,70 bis 11,10 Euro an, nach zuvor 10,40 bis 11,00 Euro.
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Schatten auf dem Bild werfen die Regionen China und USA. In Asien schrumpfte der Umsatz im ersten Quartal um vier Prozent. In den USA zog er zwar an, aber die volatile Zollpolitik macht Planungen schwierig.
Healthineers-Abspaltung als nächster Prüfstein
Parallel zum laufenden Rückkaufprogramm bereitet Siemens eine strukturelle Weichenstellung vor: Rund 30 Prozent der Healthineers-Anteile sollen direkt an die Siemens-Aktionäre abgespalten werden. Details zum Zeitplan will der Konzern Anfang des zweiten Quartals vorlegen. Die geplante Dividende von 5,35 Euro soll auch nach der Entkonsolidierung unverändert bestehen bleiben.
Am 13. Mai 2026 präsentiert Siemens die Zahlen für das zweite Quartal. Bis dahin dürften vor allem die konkreten Bedingungen der Healthineers-Transaktion im Mittelpunkt stehen — sie werden zeigen, wie der Konzernumbau für Anleger greifbar wird.
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