Goldman Sachs senkt das Kursziel, aber die Siemens-Aktie klettert weiter. Die US-Investmentbank erwartet ein maues zweites Quartal für den Industriekonzern. Geopolitische Spannungen trüben kurzfristig das Bild. Parallel dazu treibt Siemens den technologischen Wandel abseits des Tagesgeschäfts massiv voran.
Analysten bremsen die Erwartungen
Analystin Daniela Costa von Goldman Sachs bestätigte am späten Dienstagabend ihre Kaufempfehlung. Allerdings reduzierte sie das Kursziel leicht von 245 auf 235 Euro. Der Grund liegt in einem erwartungsgemäß verhaltenen zweiten Geschäftsquartal. Die aktuellen Daten für März spiegeln die geopolitische Eskalation im Nahen Osten noch nicht vollständig wider. Das drückt die kurzfristigen Erwartungen der Experten.
An der Börse zeigt sich indes ein anderes Bild. Die Aktie notiert aktuell bei 240,65 Euro. Damit liegt das Papier spürbar über dem neuen Kursziel der US-Bank.
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KI-Partnerschaft für intelligente Lager
Um die eigene Marktposition auszubauen, strukturiert Siemens seine Industriesparte um. Eine neue Partnerschaft mit dem Logistikspezialisten KION steht dabei im Zentrum. Beide Unternehmen wollen gemeinsam intelligente Lagerhallen entwickeln. Sie setzen gezielt auf digitale Zwillinge in der Intralogistik.
KI-basierte Software wertet künftig Sensor- und Kameradaten direkt aus. Lieferketten lassen sich so in Echtzeit simulieren und automatisieren. Das Ziel: mehr planbare Software-as-a-Service-Umsätze. Diese wiederkehrenden Einnahmen sollen die Schwankungen im klassischen Hardware-Geschäft langfristig ausgleichen.
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Charttechnik und Ausblick
Technisch präsentiert sich der Wert momentan robust. Die Aktie legte in den vergangenen 30 Tagen um fast zehn Prozent zu. Dabei eroberte der Kurs die wichtige 200-Tage-Linie bei 235,70 Euro zurück. Das laufende Aktienrückkaufprogramm stützt diese Aufwärtsbewegung zusätzlich. Bis Mitte April kaufte der Konzern bereits über 25 Millionen eigene Anteile zurück.
Am 13. Mai präsentiert Siemens die offiziellen Zahlen für das zweite Quartal. Dann rücken die Auftragseingänge und die operativen Margen der Kerngeschäfte in den Fokus. Die neue Finanzchefin Veronika Bienert wird an diesem Tag erstmals die finanzielle Steuerung der Tech-Strategie im Detail erläutern.
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