Zwei Divisionen sollen verschwinden, der Vorstand schrumpft, und gleichzeitig meldet Siemens einen Auftragsbestand auf Rekordniveau. Der Konzernumbau zur „One Tech Company“ läuft auf Hochtouren — ausgerechnet in einem Moment, in dem US-Handelszölle den Ausblick eintrüben.
Reorganisation: Sechs statt zwei Divisionen
CEO Roland Busch plant, die bisherigen Divisionen Digital Industries und Smart Infrastructure aufzulösen und durch sechs bis sieben kleinere Einheiten zu ersetzen, die künftig direkt dem Vorstand unterstehen. Eine finale Entscheidung ist noch nicht gefallen — Busch will das Vorhaben voraussichtlich im Mai mit Aufsichtsrat und Arbeitnehmervertretern besprechen.
Parallel dazu hat sich das Führungsgremium bereits verkleinert: Nach den Abgängen von CFO Ralf Thomas und Smart-Infrastructure-Chef Matthias Rebellius ist es von sieben auf fünf Mitglieder geschrumpft. Das Modell wird schlanker — ob es dadurch auch schneller wird, soll die Reorganisation zeigen.
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Starke Zahlen, überschaubares Zollrisiko
Operativ liefert Siemens solide: Der Industriegewinn stieg im ersten Quartal 2026 auf 2,9 Milliarden Euro, die Auftragseingänge legten um 10 Prozent auf 21,4 Milliarden Euro zu. Der Auftragsbestand kletterte auf einen Rekordwert von 120 Milliarden Euro.
Das Zollrisiko ist real, aber begrenzt. Siemens rechnet mit einem Ergebniseffekt im hohen zweistelligen bis niedrigen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich — bei einer Jahresprognose von 10,70 bis 11,10 Euro je Aktie ein überschaubarer Einschlag. Das globale Produktionsnetz mit 150 Fabriken, davon 28 in den USA, 23 in China und 12 in Indien, verschafft dem Konzern Spielraum bei Beschaffung und Produktion.
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Liquidität aus dem Energy-Rückzug
Zusätzliche Handlungsfreiheit verschafft sich Siemens durch den weitgehenden Rückzug aus der früheren Energietochter. Der Anteil an Siemens Energy wurde auf 5,54 Prozent reduziert, was 3,8 Milliarden Euro ergebnisneutral ins Eigenkapital spülte. Das Management will diese Mittel gezielt in industrielle KI investieren.
Ende April präsentiert Siemens auf der Hannover Messe seine erweiterte Automatisierungs- und KI-Strategie. Die Quartalszahlen im Mai liefern dann den ersten konkreten Hinweis, wie sich die neue Struktur auf Margen und Segmentberichterstattung auswirkt.
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