Zehn Milliarden Euro für die Aktionäre und prall gefüllte Auftragsbücher. Siemens Energy untermauert seine Ambitionen mit einer massiv angehobenen Jahresprognose. Der Energietechnikkonzern profitiert von einem regelrechten Bestellboom im Netzgeschäft.
Aktienrückkäufe und Dividenden
Bis 2028 plant das Management, eigene Papiere im Wert von bis zu sechs Milliarden Euro zurückzukaufen. Die erste Tranche soll noch im laufenden Geschäftsjahr starten. Sie umfasst ein Volumen von maximal zwei Milliarden Euro.
Die erworbenen Aktien fließen primär in Vergütungsprogramme oder werden eingezogen. Letzteres reduziert das ausstehende Grundkapital und treibt den Gewinn je Aktie für die verbleibenden Investoren.
Flankiert wird dieser Schritt von der im Februar beschlossenen Dividende. Insgesamt beabsichtigt Siemens Energy, innerhalb von zwei Jahren rund zehn Milliarden Euro an die Anteilseigner zurückzugeben.
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KI-Boom treibt das Netzgeschäft
Das Fundament für diese Ausschüttungen liefert die Sparte Grid Technologies. Hyperscaler und Netzbetreiber rüsten ihre Infrastruktur für KI-Rechenzentren massiv auf. Sie greifen dabei in großem Stil auf Produkte von Siemens Energy zurück.
Das schlägt sich direkt in den Büchern nieder. Im zweiten Quartal kletterte der konzernweite Auftragseingang auf rund 17,7 Milliarden Euro. Analysten hatten im Vorfeld lediglich mit 15,6 Milliarden Euro gerechnet.
Allein das Netzgeschäft steuerte knapp sieben Milliarden Euro bei. Für das Gesamtjahr rechnet diese Sparte nun mit einem Umsatzwachstum von bis zu 27 Prozent.
Prognose hoch, Aktie im Aufwind
Aufgrund der starken Nachfrage schraubt Siemens Energy die Ziele für den Gesamtkonzern nach oben. Das Management erwartet für 2026 ein Umsatzwachstum zwischen 14 und 16 Prozent. Zuvor lag die Zielmarke bei maximal 13 Prozent.
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Beim Nettogewinn peilt das Unternehmen nun rund vier Milliarden Euro an. Die Börse honoriert diese operative Stärke. Seit Jahresbeginn hat das Papier gut 46 Prozent zugelegt.
Aktuell notiert die Aktie bei 179,80 Euro. Damit bewegt sich der Kurs in direkter Schlagdistanz zum jüngsten 52-Wochen-Hoch.
Einziger Wermutstropfen bleibt die Windkrafttochter Siemens Gamesa. Hier rechnet der Vorstand für das Gesamtjahr lediglich mit einer operativen Marge auf Break-even-Niveau. Mögliche US-Handelszölle könnten das Ergebnis zusätzlich im niedrigen dreistelligen Millionenbereich belasten.
Die Absicherung nach unten steht indes. Rund 90 Prozent des erwarteten Jahresumsatzes sind bereits durch den Auftragsbestand gedeckt. Am 12. Mai veröffentlicht Siemens Energy den vollständigen Halbjahresbericht mit allen finalen Segmentzahlen.
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