Siemens Energy: 17,7 Milliarden Auftragseingang im Q2

Siemens Energy meldet starkes Quartal mit Auftragsplus von 29,5 Prozent und hebt Jahresziele deutlich an. Fokus liegt auf der Windtochter Gamesa.

Siemens Energy Aktie
Kurz & knapp:
  • Auftragseingang übertrifft Analystenerwartungen
  • Jahresprognose für Umsatz und Marge erhöht
  • Gamesa-Verlust schrumpft deutlich
  • Aktienrückkaufprogramm in Milliardenhöhe

Auftragseingang 29,5 Prozent über Vorjahr, Jahresprognose deutlich angehoben, milliardenschweres Rückkaufprogramm läuft — Siemens Energy hat die Messlatte vor dem vollständigen Halbjahresbericht hoch gelegt. Am Montag folgt der Detailcheck.

Vorläufige Zahlen bereits bekannt

Die Ad-hoc-Mitteilung zeigt ein starkes zweites Quartal. Der Auftragseingang kletterte auf 17,75 Milliarden Euro — gut zwei Milliarden über dem Analystenkonsens. Der Umsatz erreichte 10,29 Milliarden Euro. Der Gewinn nach Steuern lag mit 835 Millionen Euro leicht unter den Erwartungen von 911 Millionen Euro.

Der Free Cashflow vor Steuern stieg auf 1,975 Milliarden Euro. Das ist ein Plus von gut 42 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Kein schlechter Auftakt für ein Unternehmen, das noch vor einem Jahr mit Milliardenverlusten kämpfte.

Prognose deutlich nach oben

Das Management hat die Jahresziele klar verschärft. Das Umsatzwachstum soll nun 14 bis 16 Prozent erreichen — bisher waren 11 bis 13 Prozent geplant. Die Ergebnismarge vor Sondereffekten soll zwischen 10 und 12 Prozent liegen.

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Besonders die Netzsparte Grid Technologies zieht an. Sie plant nun ein Umsatzwachstum von 25 bis 27 Prozent und eine Marge zwischen 18 und 20 Prozent. Den Gewinn nach Steuern erwartet das Unternehmen bei rund 4 Milliarden Euro, den Free Cashflow vor Steuern bei rund 8 Milliarden Euro — das ist fast doppelt so viel wie bisher angepeilt.

Gamesa bleibt das entscheidende Fragezeichen

Die Windkrafttochter Siemens Gamesa hat sich verbessert. Der operative Verlust schrumpfte im zweiten Quartal auf 44 Millionen Euro, nach 249 Millionen Euro im Vorjahr. Das Management hat den Breakeven bei Gamesa zur expliziten Bedingung für die Jahresprognose gemacht.

Reicht der Fortschritt aus, um den Breakeven im zweiten Halbjahr tatsächlich zu erreichen? Die Antwort darauf dürfte am 12. Mai den Kurs maßgeblich bewegen. Hinzu kommt eine Bankfazilität von neun Milliarden Euro, die strukturelle Risiken in der Bilanz hinterlässt.

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Parallel baut Siemens Energy seine digitale Aufstellung aus. Amazon Web Services wurde als strategischer Cloud-Anbieter positioniert. Im Rahmen der Vereinbarung prüfen beide Unternehmen auch Energieversorgungslösungen für Rechenzentren weltweit.

Kurs und Kapitalrückführung

Die Aktie notiert aktuell bei 179,04 Euro — rund fünf Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 188 Euro. Seit Jahresanfang steht ein Plus von fast 46 Prozent zu Buche.

Das Rückkaufprogramm läuft weiter. Bis Ende September 2026 will das Unternehmen eigene Aktien für bis zu zwei Milliarden Euro erwerben. Langfristig sind bis Ende 2028 Rückkäufe von maximal sechs Milliarden Euro geplant. Inklusive Dividenden sollen in den nächsten zwei Jahren rund zehn Milliarden Euro an Aktionäre fließen.

Am 12. Mai um 07:00 Uhr MESZ veröffentlicht Siemens Energy den vollständigen Bericht. Die Investoren werden vor allem die Gamesa-Cashflows und den Stand der Offshore-Projekte unter die Lupe nehmen.

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