Starke Aufträge, bessere Margen, mehr Cash: Siemens Energy hat das zweite Quartal genutzt, um die Jahresziele deutlich nach oben zu setzen. Besonders auffällig ist der Mix aus Rekordbestand und besserer Lage bei Siemens Gamesa. Die Aktie reagierte trotzdem schwach. Nach der Rallye reicht selbst ein starkes Zahlenpaket nicht automatisch für weitere Kursgewinne.
Aufträge auf Rekordniveau
Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 erreichte der Auftragseingang 17,7 Milliarden Euro. Der Auftragsbestand stieg auf 154 Milliarden Euro, ein neuer Höchstwert für den Konzern.
Der Umsatz wuchs vergleichbar um 8,9 Prozent auf 10,3 Milliarden Euro. Der Profit vor Sondereffekten lag bei 1,164 Milliarden Euro und damit deutlich über dem Vorjahr.
Auch Siemens Gamesa half stärker als zuvor. Die Windkrafttochter trug wesentlich zur besseren Ergebnislage bei. Das Nettoergebnis erreichte 835 Millionen Euro. Der Free Cashflow vor Steuern stieg auf 1,975 Milliarden Euro.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Siemens Energy?
Prognose steigt deutlich
Für 2026 erwartet das Management nun ein vergleichbares Umsatzwachstum von 14 bis 16 Prozent. Zuvor lag die Spanne bei 11 bis 13 Prozent. Das ist mehr als eine kosmetische Anpassung.
Auch bei der Marge wird Siemens Energy optimistischer. Die Profitmarge vor Sondereffekten soll nun 10 bis 12 Prozent erreichen. Bislang hatte der Konzern 9 bis 11 Prozent in Aussicht gestellt.
Der eigentliche Treiber liegt im Netzgeschäft. Grid Technologies profitierte von hoher Nachfrage und starken Kundenzahlungen. Besonders die USA und der Bedarf rund um Rechenzentren stützen das Geschäft.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Siemens Energy?
Beim Nettoergebnis peilt Siemens Energy nun rund 4 Milliarden Euro an. Beim Free Cashflow vor Steuern stehen jetzt rund 8 Milliarden Euro im Plan. Der Cashflow-Ausblick hat damit den größten Sprung gemacht.
Aktie nimmt Gewinne mit
An der Börse überwog am Freitag dennoch der Verkaufsdruck. Die Aktie schloss bei 169,18 Euro und verlor 4,98 Prozent. Der Rücksetzer passt zu Gewinnmitnahmen nach einem sehr starken Lauf.
Seit Jahresanfang liegt das Papier noch 37,77 Prozent im Plus. Auf Sicht von zwölf Monaten beträgt der Gewinn 123,55 Prozent. Zum 52-Wochen-Hoch fehlen rund 10 Prozent.
Die operative Messlatte liegt nun höher. Bei Grid Technologies muss Siemens Energy die hohen Kundenzahlungen in nachhaltige Stärke übersetzen. Bei Gamesa zählt, ob die Ergebnisverbesserung anhält. Dann wäre die höhere Prognose mehr als ein starkes Halbjahresbild.
Siemens Energy-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Siemens Energy-Analyse vom 16. Mai liefert die Antwort:
Die neusten Siemens Energy-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Siemens Energy-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 16. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Siemens Energy: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

