Siemens Energy Aktie: 154 Milliarden Euro Auftragsbestand

Die Deutsche Bank bestätigt ihr Kaufvotum für Siemens Energy mit einem Kursziel von 200 Euro, gestützt auf Rekordaufträge und optimistische Margenprognosen.

Siemens Energy Aktie
Kurz & knapp:
  • Kursziel von 200 Euro bestätigt
  • Rekord-Auftragsbestand von 154 Milliarden Euro
  • Gewinn je Aktie nahezu verdoppelt
  • Aktie seit Jahresbeginn um 41 Prozent gestiegen

Die Deutsche Bank traut Siemens Energy noch mehr zu. Analyst Gael de-Bray bekräftigte am 22. Mai sein „Buy“-Rating und hält an einem Kursziel von 200 Euro fest — rund 15 Prozent über dem aktuellen Kurs von 173,72 Euro.

Warum der Analyst bullish bleibt

De-Bray sieht zwei unterschätzte Treiber. Erstens: Der Anstieg bei Ersatzteil-Umsätzen ab 2030 sei noch nicht eingepreist. Zweitens: Die Nachfrage nach Netzinfrastruktur wachse strukturell weiter. Sorgen über einen möglichen Zenit bei Gaskraftwerken hält er für übertrieben.

Hinzu kommt eine konkrete Erwartung für November 2026. De-Bray rechnet damit, dass das Management dann eine Margenspanne von 18 bis 20 Prozent für 2030 ausrufen könnte. Das wäre ein klares Signal für die Profitabilitätsstrategie.

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Rekordquartal liefert die Grundlage

Die Analystenoptimismus hat eine solide Basis. Im zweiten Quartal (per 31. März 2026) verbuchte Siemens Energy einen Rekord-Auftragsbestand von 154 Milliarden Euro. Der Auftragseingang kletterte auf ein Allzeithoch von 17,7 Milliarden Euro — getrieben von starker US-Nachfrage und Rekordwerten in der Sparte Gas Services.

Der Umsatz stieg auf vergleichbarer Basis um 8,9 Prozent auf 10,29 Milliarden Euro. Der Gewinn je Aktie verdoppelte sich nahezu: von 0,50 auf 0,89 Euro.

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Chartbild: Stark, aber noch Luft nach oben

Die Kursperformance spricht für sich. Seit Jahresanfang legte die Aktie rund 41 Prozent zu. Über zwölf Monate steht sogar ein Plus von mehr als 112 Prozent zu Buche — vom 52-Wochen-Tief bei 81,78 Euro bis auf knapp 174 Euro.

Das 52-Wochen-Hoch von 188 Euro vom 24. April liegt rund 8 Prozent entfernt. Darunter gilt die 180-Euro-Marke als nächste charttechnische Hürde. Nach unten bietet der 50-Tage-Durchschnitt bei knapp 165 Euro eine erste Auffanglinie. Der langfristige Aufwärtstrend ist intakt: Die Aktie notiert mehr als 32 Prozent über ihrer 200-Tage-Linie.

Der nächste harte Datenpunkt folgt am 5. August 2026, wenn Siemens Energy die Zahlen zum dritten Quartal vorlegt. Bis dahin dürfte die Entwicklung bei der Windkrafttochter Siemens Gamesa die Stimmung mitbestimmen — denn dort liegt noch ein offenes Kapitel in der Profitabilitätsstory.

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Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.