Siemens Energy kauft weiter systematisch eigene Aktien zurück. In der Woche vom 22. bis 26. Juni erwarb der Konzern rund 539.000 Aktien — die vierte Zwischenmeldung zum laufenden Programm bestätigt ein hohes Ausführungstempo.

322 Millionen Euro bereits umgesetzt

Seit dem Start der aktuellen Tranche am 4. Juni hat Siemens Energy insgesamt gut 2 Millionen Aktien zurückgekauft. Der Durchschnittskurs liegt bei 157,42 Euro, der bisherige Gegenwert bei rund 322 Millionen Euro.

Das ist gut ein Drittel der zweiten Tranche. Diese umfasst bis zu 1 Milliarde Euro und läuft bis Ende September 2026. Übergeordnetes Ziel: bis Ende des Geschäftsjahres 2028 eigene Aktien im Wert von bis zu 6 Milliarden Euro zurückzukaufen.

Die Käufe laufen über Xetra sowie drei multilaterale Handelssysteme — CBOE DXE, Aquis Exchange Europe und Turquoise Europe.

Starker Cashflow als Fundament

Das Programm stützt sich auf eine deutlich verbesserte Finanzprognose. Im zweiten Quartal hob Siemens Energy den Ausblick für den Free Cashflow vor Steuern auf rund 8 Milliarden Euro an. Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet das Unternehmen außerdem ein Umsatzwachstum von 14 bis 16 Prozent und eine Ergebnismarge vor Sondereffekten von 10 bis 12 Prozent. Den Gewinn nach Steuern peilt der Konzern bei rund 4 Milliarden Euro an.

Inklusive der bereits gezahlten Dividende plant Siemens Energy Kapitalrückflüsse an Aktionäre von bis zu 3,6 Milliarden Euro im laufenden Geschäftsjahr.

Kurs erholt sich, bleibt unter dem 50-Tage-Schnitt

Die Aktie legt am Montag rund 1,8 Prozent zu und notiert bei 157 Euro. Kurzfristig steht sie aber unter Druck: Auf Sicht von sieben Tagen liegt das Minus bei fast 8 Prozent. Seit Jahresanfang bleibt ein Plus von knapp 28 Prozent. Zum 52-Wochen-Hoch von 195,54 Euro aus dem April fehlen noch rund 20 Prozent. Der 50-Tage-Durchschnitt bei 168,40 Euro liegt ebenfalls deutlich über dem aktuellen Kurs.

Noch heute Abend findet ein Q3-Pre-Close-Call statt. Ab 1. Juli gilt die Quiet Period — die offiziellen Quartalszahlen folgen am 5. August 2026. Dann zeigt sich, ob Siemens Energy den angehobenen Jahresausblick operativ untermauern kann.