142,70 Euro und fast 4,8 % Tagesverlust markieren einen schwachen Handelstag für Siemens Energy. Gestartet war das Papier bei 146,70 Euro. Bei 147 Euro lag das Hoch, bei 142,50 Euro das Tief. Vom früheren Spitzenkurs von 191,66 Euro fehlen inzwischen fast 49 Euro. Die jüngsten Unternehmenszahlen zeichnen ein stärkeres operatives Bild. Siemens Energy hatte im dritten Quartal einen Rekordauftragsbestand gemeldet. Das Geschäft mit Stromnetzen verfügt über hohe Nachfrage. Der Ausbau von KI-Rechenzentren erhöht zusätzlich den Bedarf an leistungsfähiger Energieinfrastruktur. Dennoch zeigen sich die Börsen hier von der schwächeren Seite. Die Aktie hat enorme Schwierigkeiten, am Markt wirklich zu punkten, da es weitere Diskussionspunkte gibt. Die Börsen sehen hier offenbar sehr genau hin.

Der Umbau kam nicht gut an, meinen die Beobachter

Ein wesentlicher Unsicherheitsfaktor ist derzeit der geplante Konzernumbau. Siemens Energy möchte das Segment Transformation of Industry abspalten. Die Börse hat diese Pläne bislang mit Zurückhaltung aufgenommen. Analysten bleiben bei wesentlich höheren Bewertungen. Im Durchschnitt werden weiterhin mehr als 196 Euro genannt. Vom aktuellen Kurs von 142,70 Euro bis zu 196 Euro ergibt sich rechnerisch ein Potenzial von rund 37 %.

Damit ist eine große Differenz zwischen Börsenkurs und Analystenschätzungen entstanden. Der Markt bewertet derzeit stärker die Risiken des Umbaus und den jüngsten Kursverlust. Die Analystenschätzungen orientieren sich stärker am hohen Auftragsbestand und an den Wachstumsmöglichkeiten bei Stromnetzen und Rechenzentren. Technisch hat der Abschlag von fast 4,8 % deutliche Spuren hinterlassen. Die Aktie befindet sich derzeit im Abwärtstrend. Für eine Erholung müsste Siemens Energy vor allem zeigen, dass der Rekordauftragsbestand in entsprechende Umsätze und Gewinne überführt werden kann. Bei 142,70 Euro ist der Abstand zu den Analystenzielen inzwischen jedenfalls erheblich.