Während Siemens Energy Milliarden in den Rückkauf eigener Papiere pumpt, trennt sich ein Mitglied des Aufsichtsrats von seinen Anteilen. Diese gegenläufigen Transaktionen werfen ein Schlaglicht auf die aktuelle Bewertung des Konzerns. Dabei lesen sich die jüngsten operativen Kennzahlen eigentlich wie eine reine Erfolgsgeschichte.
Eigene Aktien im Visier
Am vergangenen Mittwoch veräußerte Aufsichtsratsmitglied Robert Kensbock Unternehmensanteile im Wert von knapp 82.000 Euro zu einem Durchschnittspreis von 163,54 Euro. Es ist bereits die zweite Transaktion dieser Art: Schon im März hatte Kensbock Aktien abgestoßen.
Dem gegenüber steht ein massives Aktienrückkaufprogramm des Konzerns, das in einer völlig anderen Gewichtsklasse spielt. Bis 2028 will Siemens Energy Papiere für bis zu sechs Milliarden Euro erwerben. Allein in der ersten Aprilwoche sammelte das Unternehmen fast 1,5 Millionen Stück ein. Zusammen mit den geplanten Dividenden sollen in den kommenden zwei Jahren rund zehn Milliarden Euro an die Aktionäre fließen.
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Volle Auftragsbücher treiben den Kurs
Angesichts der jüngsten Kursentwicklung kommen punktuelle Gewinnmitnahmen auf Führungsebene wenig überraschend. Auf Sicht von zwölf Monaten verzeichnet der Titel ein massives Plus von über 213 Prozent und notiert mit aktuell 167,18 Euro nur hauchdünn unter dem 52-Wochen-Hoch.
Fundamental wird diese Rally von extrem starken Quartalszahlen gestützt. Der Nettogewinn sprang zuletzt auf 746 Millionen Euro und lag damit fast dreimal so hoch wie im Vorjahreszeitraum. Mit einem Auftragsbestand von 146 Milliarden Euro und bis 2028 vollständig ausgebuchten Gasturbinen-Kapazitäten ist das operative Fundament äußerst robust.
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Sorgenkind Gamesa
Einziger Wermutstropfen bleibt die Windkrafttochter Gamesa. Der operative Verlust der Einheit konnte zwar auf 46 Millionen Euro eingedämmt werden, der vollständige Turnaround lässt aber noch auf sich warten. Das Management rechnet erst in der zweiten Jahreshälfte mit einer Ertragswende und peilt für das Gesamtjahr ein ausgeglichenes Ergebnis an.
Die nächsten konkreten Einblicke in die Restrukturierung der Windsparte liefert die Präsentation der Zweitquartalszahlen im Mai. An der ambitionierten Jahresprognose für 2026 mit einem anvisierten Nettogewinn zwischen drei und vier Milliarden Euro sowie einem starken Free Cashflow hält das Unternehmen derweil fest.
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