Rekordaufträge, verdreifachter Gewinn, Kaufempfehlungen im Überfluss — und trotzdem gibt die Aktie nach. Was steckt dahinter?
Das erste Quartal 2026 lief für Siemens Energy operativ hervorragend. Der Nettogewinn kletterte auf 746 Millionen Euro, fast dreimal so viel wie ein Jahr zuvor. Der Auftragsbestand erreichte mit 146 Milliarden Euro ein neues Rekordhoch, die Neuaufträge stiegen um 33 Prozent auf 17,6 Milliarden Euro. Die Gasturbinen-Kapazitäten sind bis 2028 vollständig ausgebucht, erste Buchungen für 2030 liegen bereits vor. Fundamental betrachtet läuft das Geschäft rund.
Geopolitik als Spielverderber
Der Haken liegt woanders. Rund 35 Prozent des Gasturbinen-Auftragsvolumens hängen an der Nahost-Region — einem Gebiet, das derzeit alles andere als stabil ist. Die geopolitischen Unsicherheiten lasten auf der Stimmung und dominieren den Kurs stärker als die positiven Quartalsdaten. Hinzu kommt: Die Siemens AG hat ihren Stimmrechtsanteil von knapp 15 Prozent auf rund 5,5 Prozent gesenkt. Der ehemalige Mutterkonzern zieht sich weiter zurück, was Teile der Investorenschaft verunsichert.
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Trotzdem steht die Aktie seit Jahresbeginn noch immer über 20 Prozent im Plus — ein bemerkenswertes Ergebnis angesichts des derzeit turbulenten Marktumfelds.
Zwischen 130 und 160 Euro eingekeilt
Charttechnisch hat sich nach dem Februarhoch bei 171,65 Euro eine Handelsspanne herausgebildet. Nach oben begrenzt bei rund 160 Euro, nach unten bei etwa 130 Euro. Kursanstiege werden konsequent zum Verkauf genutzt, Rücksetzer hingegen zügig aufgekauft. Ein klassisches Kräftemessen, bei dem weder Käufer noch Verkäufer die Oberhand gewinnen.
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Ein nachhaltiger Anstieg über die 160-Euro-Marke würde neue Aufwärtsdynamik freisetzen. Rutscht der Kurs hingegen unter 130 Euro, droht eine deutlich tiefere Korrektur — Analysten nennen als mögliche Auffangzonen 100 Euro und darunter 75 Euro. Aktuell notiert die Aktie bei rund 148,50 Euro.
Gamesa als nächster Katalysator
Die nächsten Quartalszahlen folgen am 12. Mai 2026. Dabei rückt die Windkrafttochter Siemens Gamesa besonders in den Blickpunkt: Sie soll im zweiten Halbjahr den operativen Breakeven erreichen. Gelingt das, könnte das frischen Schwung bringen. Das Jahresziel mit einem Umsatzwachstum von 11 bis 13 Prozent und einem Nettogewinn von bis zu vier Milliarden Euro bleibt ambitioniert, aber nicht unrealistisch. J.P. Morgan sieht das Kursziel bei 200 Euro, der Analystenkonsens liegt im Mittel bei knapp 159 Euro. Die fundamentale Stärke ist unbestreitbar — die Frage ist nur, wann der Markt bereit ist, sie auch einzupreisen.
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