Siemens Energy setzt zwei Zeichen auf einmal. Das Unternehmen startet ein beschleunigtes Aktienrückkaufprogramm über eine Milliarde Euro – und kauft gleichzeitig einen Spezialisten für intelligente Stromnetze. Ein Signal an die Aktionäre, das den Spielraum des Konzerns unterstreicht.
Rückkauf auf Kurs
Bis September 2026 will Siemens Energy eigene Aktien im Wert von einer Milliarde Euro erwerben. Vorrangig für Belegschafts- und Vergütungsprogramme, der Rest wird eingezogen. Es ist die erste Tranche eines größeren Plans: Insgesamt sind Rückkäufe von bis zu 6 Milliarden Euro bis 2027/28 vorgesehen.
Allein in den kommenden zwölf Monaten sollen bis zu 3 Milliarden Euro fließen. Bei einem Börsenwert von rund 140 Milliarden Euro ein klares Bekenntnis zur Kapitalrückführung.
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Digitaler Ausbau im Netzgeschäft
Parallel dazu stärkt Siemens Energy das operative Portfolio. Die Übernahme der Camlin Group bringt einen Spezialisten für Grid-Monitoring und Datenanalyse an Bord. Das Unternehmen mit Sitz in Nordirland beschäftigt rund 650 Mitarbeiter und erwirtschaftet mehr als 90 Millionen Britische Pfund Umsatz.
Camlin ist kein Gigant, aber ein wichtiger Player in der Netzüberwachung. Die Akquisition dürfte die Position von Siemens Energy im boomenden Markt für intelligente Netztechnologien festigen. Der Abschluss wird für Ende 2026 erwartet – vorbehaltlich regulatorischer Genehmigungen.
Berenberg hat derweil das Kursziel von 200 auf 205 Euro angehoben und bleibt bei „Buy“. Die Begründung: Rekordauftragsbestand und steigender Modernisierungsbedarf durch den Rechenzentrums-Boom.
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Kurs auf Erholungskurs?
Die Aktie notiert aktuell bei 158,42 Euro, ein Minus von 0,89 Prozent zum Vortag. Auf Monatssicht liegt das Minus bei 13,04 Prozent – einiges an Luft nach oben. Das 52-Wochen-Hoch von 195,54 Euro aus dem April ist knapp 19 Prozent entfernt. Immerhin: Seit Jahresbeginn steht immer noch ein Plus von 29 Prozent.
Mit einem RSI von 39,2 bewegt sich das Papier im neutralen bis leicht überverkauften Bereich. Die annualisierte Volatilität von 41,55 Prozent zeigt: Der Titel bleibt ein Ritt.
Anfang Juli stehen die Quartalszahlen an. Dann wird sich zeigen, ob der Auftragsboom auch in den Zahlen durchschlägt.
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