Mit rund 159,60 Euro geht die Reise für Siemens Energy am Dienstag bestens weiter. Die Aktie war um gut 3,3 % geklettert. Sie hat nun auch wichtige Trend-Indikationen wieder eingeholt und zudem sogar minimal überholt. Das gibt Luft. Die Dax-Aktie profitierte zum einen noch von den starken Quartalszahlen, gewinnt aber auch durch die internationale Expansion an Bedeutung. Besonders die indische Tochtergesellschaft entwickelte sich zuletzt dynamisch und steigerte ihren Umsatz um knapp 40 %, während der Gewinn um fast 68 % zulegte. Damit liefert das Auslandsgeschäft einen immer wichtigeren Beitrag zur Entwicklung des Gesamtkonzerns und ergänzt die hohe Nachfrage aus Europa und Nordamerika.
Siemens Energy investiert kräftig
Zudem investiert Siemens Energy gezielt in den Ausbau seiner Produktionskapazitäten. In den USA entstehen im Bundesstaat Georgia mit einem Investitionsvolumen von 185 Millionen US-Dollar neue Fertigungsanlagen für Energieinfrastruktur. Rund 1.400 zusätzliche Arbeitsplätze sollen dort geschaffen werden, um die anhaltend hohe Nachfrage nach Gasturbinen und Netztechnik bedienen zu können. Vor allem der Ausbau energieintensiver KI-Rechenzentren sorgt in Nordamerika für zusätzliche Bestellungen.
Diese Entwicklung schlägt sich bereits deutlich im Gasturbinengeschäft nieder. Dort erhöhte sich der Auftragseingang um 80 % auf 8,75 Milliarden Euro. Rund ein Viertel der neuen Gasturbinenaufträge stammt inzwischen aus Projekten rund um Rechenzentren, deren Strombedarf kontinuierlich wächst. Gleichzeitig reichen die Lieferzeiten für einzelne Turbinen inzwischen bis in das Jahr 2030, was die hohe Auslastung der Fertigung verdeutlicht.
Auch der Konzernumbau schreitet weiter voran. Siemens Energy und Siemens Gamesa sollen künftig unter der gemeinsamen Marke „Omterra“ auftreten. Mit dem neuen Markenauftritt will das Unternehmen seine Aktivitäten stärker bündeln und die Zusammenarbeit innerhalb des Konzerns weiter vereinheitlichen. Parallel hält Vorstandschef Christian Bruch am Ziel fest, Gamesa im laufenden Geschäftsjahr nachhaltig auf Break-even-Niveau zu führen.
Analysten sehen den Titel inzwischen im Mittel bei rund 198 Euro. Das ist durchaus ein Triumph.
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