Während die Siemens-Energy-Aktie am Freitag vor dem Wochenende um 0,92 % auf 158,02 Euro nachgab, liefert der Konzern ein weiteres Beispiel für die langfristigen Infrastrukturprojekte, die derzeit den Auftragsbestand antreiben. Im Mittelpunkt steht das Kraftwerksprojekt Taweelah C in Abu Dhabi, für das Siemens Energy die H-Klasse-Turbinen liefert.
Das Projekt erreicht eine Leistung von 2,6 Gigawatt und soll ab 2029 Strom ins Netz einspeisen. Besonders bemerkenswert ist die Laufzeit des Stromabnahmevertrags, die bis 2050 reicht. Zudem wurde die Anlage bereits für eine spätere CO₂-Abscheidung vorbereitet. Damit gehört Taweelah C zu den langfristigsten Energieprojekten im aktuellen Auftragsportfolio.
Die Kennzahlen für die Siemens Energy sind tatsächlich gut!
Derartige Projekte spiegeln sich inzwischen deutlich in den Kennzahlen wider. Der Auftragsbestand von Siemens Energy erreichte zuletzt 154 Milliarden Euro. Gleichzeitig lag der Auftragseingang im zweiten Geschäftsquartal bei 17,7 Milliarden Euro. Die Nachfrage nach Energieinfrastruktur bleibt damit auf einem außergewöhnlich hohen Niveau.
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Die Börse bewertet diese Entwicklung trotz einer kurzfristigen Schwäche weiterhin positiv. Über drei Monate legte die Aktie 3,21 % zu. Seit Jahresbeginn beträgt der Kursanstieg 31,25 %. Die aktuelle Kurskorrektur erfolgt somit nach einer Phase erheblicher Wertsteigerungen.
Auch Analysten sehen weiteres Potenzial. Berenberg hob zuletzt Prognosen und Kursziel für Siemens Energy an und verwies auf die anhaltend starke Stromnachfrage. Zusätzlich nahm Goldman Sachs die Aktie Anfang Juni neu auf seine Empfehlungsliste auf.
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Die durchschnittliche Zielmarke liegt bei 195,08 Euro. Gegenüber dem aktuellen Kurs von 158,02 Euro entspricht dies einem rechnerischen Aufwärtspotenzial von 23,45 %. Unterstützt wird diese Einschätzung durch steigende Gewinnprognosen. Die Gewinnrevisionen für die Jahre 2026 bis 2028 zeigen zuletzt kontinuierlich nach oben.
Auch die Finanzkennzahlen entwickeln sich positiv. Analysten erwarten für 2027 einen Umsatz von 49,99 Milliarden Euro nach 43,96 Milliarden Euro im Vorjahr. Der Nettogewinn soll auf 5,06 Milliarden Euro steigen. Dabei wird eine Nettoliquidität von mehr als zehn Milliarden Euro prognostiziert. Es läuft also alles in die richtige Richtung!
Die eigentliche Nachricht liegt damit weniger in der täglichen Kursbewegung als in der anhaltenden Expansion der globalen Energieinfrastruktur. Projekte wie Taweelah C liefern Siemens Energy langfristige Erlösquellen über Jahrzehnte und untermauern den rekordhohen Auftragsbestand.
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