Am Freitag verabschiedet sich die Aktie von Siemens Energy bei vielleicht rund 150 Euro relativ enttäuschend aus dem Markt. Die Notierungen kämpfen bei 150 Euro um den Aufwärtstrend, wobei die Analysten noch immer der Meinung sind, die Aktie könnte deutlich höher bewertet werden.
Transformation in die neue Zeit
Der Konzern arbeitet weiter an einer klareren Konzernstruktur und könnte dabei einen bislang weniger sichtbaren Wert heben. Im Mittelpunkt steht die Sparte „Transformation of Industry“, deren rechtliche und operative Verselbstständigung der Aufsichtsrat inzwischen freigegeben hat. Der Bereich erzielte 2025 rund 5,7 Mrd. Euro Umsatz und beschäftigt etwa 17.000 Menschen. Zum Portfolio gehören unter anderem Dampfturbinen, Kompressoren und Wasserstoffelektrolyseure.
Besonders interessant ist die mögliche Beteiligung externer Investoren. Mehrere Finanzhäuser sollen Interesse an Teilen des Geschäfts zeigen, wobei für die Sparte eine Bewertung von mehr als 10 Mrd. Euro im Raum steht. Eine solche Transaktion könnte Kapital freisetzen und zugleich sichtbar machen, welchen Wert das bislang im Konzern gebündelte Geschäft tatsächlich besitzt. Noch handelt es sich allerdings um eine Sondierungsphase; konkrete Bedingungen stehen nicht fest.
Operativ liefert Siemens Energy derweil Argumente für eine Fortsetzung des eingeschlagenen Kurses. Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 erreichte der Auftragseingang mit 17,9 Mrd. Euro einen historischen Höchstwert. Der Umsatz kletterte auf 11,4 Mrd. Euro, während das Ergebnis vor Sondereffekten 1,623 Mrd. Euro erreichte. Auch der Free Cashflow fiel mit 2,319 Mrd. Euro kräftig aus. Besonders bemerkenswert: Die Windkraftsparte schrieb erstmals seit 2022 wieder ein positives Quartal.
Hinter dem Auftragsschub steht auch der steigende Energiebedarf von Rechenzentren. Im Rahmen des FastPower-Programms soll Siemens Energy beispielsweise 20 Dampfturbinen-Generatorsätze mit insgesamt 1 Gigawatt Leistung an Babcock & Wilcox liefern. Die Anlagen sind für die Versorgung von Rechenzentren vorgesehen. Gleichzeitig erweitert die Übernahme der Camlin Group das Geschäft rund um Netzüberwachung und die Digitalisierung von Energieinfrastruktur.
Damit verdichtet sich die strategische Neuausrichtung: Siemens Energy könnte sich stärker auf Stromerzeugung, Netze und Elektrifizierung konzentrieren, während Randbereiche eigenständiger organisiert oder teilweise für Investoren geöffnet werden. Der Auftragsbestand von 162 Mrd. Euro liefert hierfür eine außergewöhnlich starke wirtschaftliche Basis.
Nach dem Allzeithoch von 191,66 Euro im April folgte eine deutliche Korrektur bis auf 133,30 Euro Ende Juli. Inzwischen hat sich das Papier wieder spürbar erholt. Die rund 150 Euro sind nicht das Ende der Fahnenstange. Analysten erwarten über 195 Euro!
Siemens Energy-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Siemens Energy-Analyse vom 28. August liefert die Antwort:
Die neusten Siemens Energy-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Siemens Energy-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 28. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Siemens Energy: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

