Die Siemens-Energy-Aktie verlor am bisherigen Mittwoch 7,95 auf nur noch 138,30 Euro. Damit setzt sich die Schwäche der vergangenen Wochen fort. Auf Wochensicht summiert sich das Minus inzwischen auf über 15 %, wenn denn die Wetten heute vorüber sind. Trotz dieser Korrektur steht seit Jahresbeginn noch immer ein Plus von vielleicht knapp 20 % zu Buche. Grund scheint heute ausschließlich die Trump-Drohung in Richtung eines Racheaktes gegen den Iran zu sein.
Siemens Energy knickt richtig ein
Bemerkenswert ist dabei, dass die jüngste Kursentwicklung nicht von negativen Analystenkommentaren begleitet wird. Im Gegenteil: Deutsche Bank Research bestätigte erst am 9. Juni ihre Kaufempfehlung für Siemens Energy. Bereits einen Tag zuvor hatte die Bank of America darauf hingewiesen, dass das Gewinnwachstum im Netzgeschäft des Konzerns erheblich unterschätzt werde und ihre Kaufempfehlung bekräftigt.
Auch andere Häuser bleiben positiv. JPMorgan hält an der Einstufung Overweight fest und nennt ein Kursziel von 225 Euro. Berenberg erhöhte zuletzt sowohl die Prognosen als auch das Kursziel. Der Analystenkonsens bleibt insgesamt auf Kaufen. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 195 Euro. Gegenüber dem letzten Schlusskurs von 148,30 Euro ergibt sich daraus ein rechnerisches Potenzial von 31,54 %.
Die Börse ignoriert diese Einschätzungen derzeit weitgehend. Der Kurs hat sich innerhalb eines Monats schon vor dem Mittwoch um 18,46 % reduziert und nähert sich einer technisch wichtigen Unterstützungszone. Im Chart rücken dabei die Bereiche um 144 Euro und 140 Euro in den Mittelpunkt. Beide Marken wurden zuletzt mehrfach getestet. Heute wird es so weit sein, dass es massiver bergab geht.
Fundamental hat sich das Bild dagegen kaum verschlechtert. Siemens Energy wird aktuell mit rund 127 Milliarden Euro bewertet. Für 2026 rechnen Analysten mit einem Umsatz von 43,98 Milliarden Euro. Für 2027 sollen die Erlöse auf 50,03 Milliarden Euro steigen. Gleichzeitig wird ein Nettogewinn von 3,68 Milliarden Euro für 2026 und 5,06 Milliarden Euro für 2027 erwartet.
Hinzu kommt das laufende Aktienrückkaufprogramm. Anfang Juni bestätigte Siemens Energy den Start des bereits angekündigten Rückkaufs. Zusätzlich stellte das Management weitere milliardenschwere Programme für die kommenden Jahre in Aussicht. Damit reduziert der Konzern die Zahl der ausstehenden Aktien und signalisiert Vertrauen in die eigene Geschäftsentwicklung.
Daher: Trumps Drohung macht alles zunichte. Oder?
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