Die Siemens-Energy-Aktie ist am Montag um 0,69 % auf 148,08 Euro gestiegen. Damit setzte sich der Titel nach dem Plus vom Freitag auch zum Wochenauftakt etwas nach oben ab. Operativ liefern vor allem das Geschäft mit Gasturbinen, die jüngsten Quartalszahlen und der Umbau des Portfolios neue Ansatzpunkte.
Im Gasturbinengeschäft arbeitet Siemens Energy an neuen Werkstoffen, die unter realen Bedingungen im industriellen Dauerbetrieb getestet werden. Die Materialentwicklung gewinnt durch die weltweit hohe Nachfrage nach Gasturbinen zusätzlich an Bedeutung. Bei den Tests geht es unter anderem um den Einsatz bei hohen Temperaturen und langen Laufzeiten.
Investitionen sichern die Geschäfte
Das Geschäft trifft auf einen wachsenden Strombedarf und Investitionen in zusätzliche Kraftwerkskapazitäten. Für Siemens Energy ist die Weiterentwicklung der Turbinentechnik damit unmittelbar mit einem Geschäftsbereich verbunden, der von der derzeit hohen Nachfrage profitiert. Im jüngsten Quartal gab der Konzern 311 Millionen Euro für Forschung und Entwicklung aus.
Auch die Konzernzahlen haben zuletzt deutlich zugelegt. Der Umsatz erreichte im dritten Quartal 11,45 Milliarden Euro, nach 10,29 Milliarden Euro im vorherigen Quartal. Das entspricht einem Anstieg um rund 11 %. Noch stärker verbesserte sich der Nettogewinn: Nach 766 Millionen Euro im Vorquartal standen zuletzt 1,08 Milliarden Euro in der Rechnung. Der Betriebsgewinn belief sich auf 1,49 Milliarden Euro.
Neben dem operativen Wachstum arbeitet Siemens Energy an der Neuordnung seines Portfolios. Im Mittelpunkt steht Transformation of Industry mit rund 17.000 Beschäftigten. Für diesen Bereich wird eine Verselbstständigung vorbereitet. Die Pläne stoßen innerhalb der Belegschaft teilweise auf Widerstand.
Ein konkreter Teil dieses Umbaus betrifft Omterra. Siemens Energy sucht für das Geschäft einen Mehrheitsinvestor und hat Goldman Sachs mit der Suche beauftragt. Eine Minderheitsbeteiligung könnte beim Konzern verbleiben. Eine Entscheidung soll bis zum 11. November fallen.
Die Gewinnschätzungen sehen für die kommenden Jahre deutliche Zuwächse vor. Für 2026 werden rund 4,45 Euro je Aktie erwartet, für 2027 etwa 6,22 Euro. Die Prognose für 2028 liegt bei 8,10 Euro und damit rund 82 % über dem für 2026 angesetzten Wert. Für 2029 steigt die Schätzung weiter auf 9,83 Euro je Aktie.
Analysten gehen ohnehin von sehr starken Kurszielen aus.
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