Siemens Energy steht vor einer entscheidenden Woche. Am 12. Mai legt der DAX-Konzern seinen Halbjahresbericht vor — und alles dreht sich um eine Frage: Kommt die kriselnde Windkrafttochter Siemens Gamesa endlich in die Gewinnzone?
Gamesa entscheidet über die Jahresprognose
Das Management hat den operativen Breakeven von Gamesa ausdrücklich zur Bedingung für die bestätigte Jahresprognose erklärt. Der Verlust der Windsparte schrumpfte zuletzt von 374 Millionen auf 46 Millionen Euro — allerdings halfen dabei Einmaleffekte. Für die erste Jahreshälfte erwartet das Management noch rote Zahlen; eine kräftige Erholung im Offshore-Bereich soll im zweiten Halbjahr den Turnaround liefern.
Verfehlt Gamesa dieses Ziel, droht ein Rückschlag — unabhängig davon, wie stark das Netzgeschäft läuft.
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Kerngeschäft auf Rekordkurs, Aktivist erhöht Druck
Während Gamesa unter Beobachtung steht, läuft Grid Technologies auf Hochtouren. Die Netz- und Rechenzentrumssparte verzeichnete einen Orderanstieg von 41 Prozent. Konzernweit kletterte der Auftragseingang um fast 30 Prozent auf rund 17,7 Milliarden Euro — getrieben von KI-Rechenzentren und dem globalen Ausbau erneuerbarer Energien. Den Free Cashflow vor Steuern hob das Management auf rund 8 Milliarden Euro an, nachdem der bisherige Zielkorridor bei 4 bis 5 Milliarden Euro lag.
Parallel wächst der Druck von außen. Hedgefonds Ananym Capital hat eine Beteiligung aufgebaut und fordert einen Spin-off der Windsparte — mit dem Argument, Gamesa drücke auf die Bewertung des florierenden Kerngeschäfts. Konzernchef Christian Bruch erteilte dem eine klare Absage und setzt auf den laufenden operativen Turnaround.
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Analysten mit breitem Meinungsspektrum
Die Analystengemeinde ist gespalten. JPMorgan hat sein Kursziel auf 200 Euro angehoben und empfiehlt den Kauf; Bank of America traut der Aktie sogar 230 Euro zu, Morgan Stanley 209 Euro. Goldman Sachs sieht den fairen Wert bei 185 Euro. Das niedrigste Kursziel im Markt liegt bei 89 Euro — ein Hinweis auf die Bewertungsdebatte rund um ein erwartetes Kurs-Gewinn-Verhältnis von über 50.
Die Aktie schloss am Freitag bei 178,10 Euro, ein Minus von 0,28 Prozent. Seit Jahresbeginn hat der Titel rund 45 Prozent zugelegt und notiert damit deutlich über seinem 200-Tage-Durchschnitt.
Hinzu kommt ein geopolitischer Faktor: 35 Prozent des Gasturbinen-Auftragsvolumens hängen an der Nahost-Region. Sollte Gamesa am 12. Mai die Turnaround-Ziele verfehlen, dürfte Ananym Capitals Forderung nach einer Konzernaufspaltung erheblich an Gewicht gewinnen — und das Rückkaufprogramm von bis zu 6 Milliarden Euro bis 2028 in den Hintergrund rücken.
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