Fast 169 Prozent Kursgewinn in zwölf Monaten — und die Aktie notiert nur einen Wimpernschlag unter ihrem Allzeithoch. Siemens Energy hat eine bemerkenswerte Aufholjagd hingelegt. Nun rückt ein Termin in den Mittelpunkt, der über die nächste Kursstufe entscheidet.
Allzeithoch, dann Druck
Am Mittwoch markierte die Aktie bei 171,94 Euro ein neues Rekordhoch. Danach setzte Gewinnmitnahmedruck ein — zum Wochenschluss stand der Kurs bei 170,64 Euro, rund 2,7 Prozent im Tagesplus, aber merklich unter dem frischen Hoch.
Die Charttechnik sendet gemischte Signale. RSI und MACD haben auf Wochenbasis bärische Crossover ausgebildet, hinzu kommt eine negative RSI-Divergenz. Kurzfristig könnte das weiteren Verkaufsdruck bedeuten. Kritische Unterstützungszonen liegen zwischen 155 und 159 Euro sowie bei einer offenen Kurslücke knapp unterhalb von 151 Euro. Den übergeordneten Aufwärtstrend gefährdet das erst, wenn der 20-Tage-Durchschnitt bei rund 154 Euro nachhaltig unterschritten wird.
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Der entscheidende Test: 12. Mai
Am 12. Mai legt Siemens Energy die Zahlen für das zweite Quartal vor. Der Fokus liegt dabei klar auf Gamesa. Die Windkraftsparte soll im laufenden Geschäftsjahr endlich den Breakeven erreichen — ein Versprechen, das die Bewertung der gesamten Aktie trägt.
Im ersten Quartal schrumpfte das operative Minus bei Gamesa auf 46 Millionen Euro. Die Richtung stimmt, der Weg ist aber noch weit. Das Management peilt die operative Gewinnschwelle für das zweite Halbjahr 2026 an. Ob die Q2-Zahlen diesen Zeitplan bestätigen oder in Frage stellen, wird die Marktreaktion prägen.
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Starke Fundamentaldaten als Rückhalt
Das fundamentale Fundament ist solide. Der Auftragsbestand erreichte im ersten Quartal mit 146 Milliarden Euro einen historischen Höchststand — rund 90 Prozent des erwarteten Jahresumsatzes sind damit bereits gedeckt. Der Nettogewinn lag bei 746 Millionen Euro.
Für das Gesamtjahr bestätigt das Management ein Umsatzwachstum von 11 bis 13 Prozent, eine Marge von 9 bis 11 Prozent und einen Nettogewinn zwischen 3 und 4 Milliarden Euro. Parallel läuft ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm — bis Ende 2028 sind bis zu 6 Milliarden Euro vorgesehen, die erste Tranche von bis zu 2 Milliarden Euro wird bis September 2026 abgewickelt.
Was jetzt zählt
Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die charttechnische Konsolidierung unterhalb des Allzeithochs geordnet verläuft oder die Unterstützungszone zwischen 155 und 159 Euro ernsthaft getestet wird. Der eigentliche Katalysator wartet jedoch am 12. Mai: Konkrete Fortschritte bei Gamesa und ein überzeugender Free-Cashflow-Ausblick könnten das Allzeithoch rasch zur Fußnote machen.
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