Siemens AG hat ihren Anteil an Siemens Energy von 14,96 auf 5,54 Prozent reduziert — ein klares Signal für die wachsende Eigenständigkeit des Energietechnikkonzerns. Gleichzeitig liefert das operative Geschäft beeindruckende Zahlen. Was den Markt jedoch wirklich beschäftigt, ist eine einzige Frage: Schafft Siemens Gamesa 2026 den Break-even?
Starkes Kerngeschäft, offene Flanke
Das Fundament ist solide. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 stiegen die Neuaufträge um 33,9 Prozent auf 17,6 Milliarden Euro, der Auftragsbestand erreichte mit 146 Milliarden Euro einen Rekordwert. Die Gasturbinen-Kapazitäten sind bis 2028 vollständig ausgebucht. Der Nettogewinn kletterte auf 746 Millionen Euro — fast das Dreifache des Vorjahreswertes.
Die Windkrafttochter Siemens Gamesa bereitet dagegen weiter Sorgen, wenn auch weniger als noch vor einem Jahr. Der Quartalsverlust sank von -374 Millionen auf -46 Millionen Euro. Das Ziel: Im Gesamtjahr 2026 die schwarze Null erreichen. Das erste Halbjahr wird noch negativ ausfallen, der Konzern setzt auf eine deutliche Erholung im zweiten.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Siemens Energy?
Rückkäufe stützen, Analysten streiten
Seit März kauft Siemens Energy eigene Aktien zurück — knapp 5,85 Millionen Stück wurden bereits vom Markt genommen. Das laufende Programm umfasst bis zu 2 Milliarden Euro, langfristig sind bis 2028 Rückkäufe von bis zu 6 Milliarden Euro geplant.
Die Kursziele der Analysten klaffen unterdessen weit auseinander:
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Siemens Energy?
- JPMorgan: 200 Euro (erwartet starkes Q2)
- RBC Capital: 185 Euro (entspräche einem neuen Allzeithoch)
- Bernstein: 150 Euro
- DZ Bank: 128 Euro (Rating: „Halten“)
- Barclays: 90 Euro
Eine Spanne von 110 Euro zwischen dem pessimistischsten und optimistischsten Haus — das spiegelt wider, wie stark die Gamesa-Unsicherheit die Bewertung dominiert.
Der 12. Mai als Richtungsmarke
Am 12. Mai legt Siemens Energy die Zahlen für das zweite Quartal vor. Gelingt Gamesa ein überzeugender Schritt Richtung Break-even, dürfte das die Basis für eine Neubewertung der Aktie legen — und den optimistischeren Kurszielen Auftrieb geben. Für das Gesamtjahr bestätigt der Konzern 11 bis 13 Prozent Umsatzwachstum, eine Marge von 9 bis 11 Prozent und einen Nettogewinn zwischen 3 und 4 Milliarden Euro.
Siemens Energy-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Siemens Energy-Analyse vom 5. April liefert die Antwort:
Die neusten Siemens Energy-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Siemens Energy-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 5. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Siemens Energy: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


