Mit 170,26 Euro ergibt sich auf Basis der letzten Notierung am heutigen Dienstag für die Siemens Energy ein Minus von -4,66 %. Die Aktie ist sicher angeschlagen. Damit ist die Situation charttechnisch noch nicht verloren, allerdings gibt es durchaus Fragezeichen über die Entwicklung der Siemens Energy. Der höchste Kurs aller Zeiten wird bei aktuell rund 190 Euro noch erreichbar ein, ist aber zu weit entfernt.
153 Mrd. Euro ist die Aktie noch schwer. Das spiegelt trotz aller Verluste die Nachfrage nach steuerbarer Energieinfrastruktur wider, die seit 2025 durch den Ausbau von Rechenzentren messbar gestiegen ist. Betreiber großer Serverparks benötigen kontinuierliche Grundlast, wodurch Gaskraftwerke als Ergänzung zu erneuerbaren Energien stärker nachgefragt werden. U.a. davon lebt auch die Siemens Energy noch. Diese Entwicklung wirkt direkt auf die Projektpipeline und sichert eine hohe Auslastung über mehrere Jahre hinweg.
Siemens Energy: Nach den Zahlen noch immer rentabel
Die operative Marge erreichte zuletzt 12,0 % und lag damit über den Erwartungen, was auf Verbesserungen in der Projektausführung sowie auf Skaleneffekte innerhalb der Kraftwerkssparte zurückgeführt wird. Ebenso gewinnt das Netzgeschäft an Bedeutung, da die Integration schwankender Einspeisung aus erneuerbaren Quellen zunehmend komplexer wird.
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Ein zusätzlicher Komplex ergibt sich aus der Entwicklung auf dem europäischen Strommarkt. Im ersten Quartal 2026 wurden in der EU 1.223 Stunden mit negativen Strompreisen registriert, nachdem es im Vorjahreszeitraum 593 Stunden waren. Länder wie Spanien, Portugal und Griechenland verzeichneten deutliche Überschüsse aus erneuerbaren Energien, während in Deutschland Prognoseabweichungen im April ähnliche Effekte auslösten. Diese Volatilität erhöht den Bedarf an kurzfristig steuerbaren Kapazitäten.
Die finanzielle Perspektive wird zusätzlich durch eine angehobene Zielsetzung als sehr solide wahrgenommen, auch wenn die Nachricht bereits zwei Wochen alt ist. Das Management strebt inzwischen einen Free Cashflow von bis zu 8 Milliarden Euro an, was eine deutliche Veränderung gegenüber früheren Erwartungen darstellt.
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Problemkind könnte noch immer die Siemens Gamesa sein, die Windkrafttochter.
Dort reduzierte sich der operative Verlust zuletzt auf 46 Millionen Euro, nachdem in den Vorperioden deutlich höhere Belastungen angefallen waren. Für das laufende Geschäftsjahr wird ein Break-even angestrebt, wobei die entscheidende Phase im zweiten Halbjahr erwartet wird. Diese Entwicklung beeinflusst die Gesamtprofitabilität des Konzerns unmittelbar. Die Kursverluste aktuell schrecken Analysten indes nicht. Die sind am Ende noch zuversichtlich.
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