Der DAX-Future tauchte angesichts der Eskalation im Nahen Osten am Montagmorgen zeitweise über 1,5 Prozent ab. Siemens Energy entzieht sich diesem Abwärtssog auffällig. Starke Analystenkommentare und fundamentale Treiber im Netzgeschäft halten den Energietechnikkonzern gegen den Trend im Plus.
Analysten fokussieren sich auf das Netzgeschäft
Die Bank of America bekräftigt ihre Kaufempfehlung und liefert den maßgeblichen Impuls für diese relative Stärke. Die Analysten betonen, dass der Markt das Gewinnwachstum im Bereich Grid erheblich unterschätzt.
Diese Sparte gilt als zentraler Profiteur der globalen Energiewende. Parallel dazu setzt Goldman Sachs das Papier auf seine „European Conviction List“. Auch andere Investmentbanken positionieren sich mit konkreten Kurszielen deutlich über dem aktuellen Niveau von 157,52 Euro:
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- JPMorgan: Kursziel 225 Euro
- Goldman Sachs: Kursziel 212 Euro
- RBC: Einstufung „Outperform“, Ziel 200 Euro
Rechenzentren treiben den Bedarf
Abseits der reinen Netzinfrastruktur befeuern externe Faktoren die Nachfrage nach den Lösungen der Münchener. Der neue EU „Cloud and AI Development Act“ fordert eine Verdreifachung der europäischen Rechenzentrumskapazitäten innerhalb der nächsten Jahre. Das erfordert zwingend eine stabile Grundlastversorgung.
Passend dazu mahnte 50Hertz-Chef Stefan Kapferer am Wochenende den zügigen Bau von zehn Gigawatt an neuen Gaskraftwerken in Deutschland an. Als führender Anbieter von Gasturbinen profitiert Siemens Energy direkt von diesem Vorstoß zur Netzstabilität.
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Milliarden-Rückkäufe stützen den Kurs
Flankierend agiert das Management mit Kapitalmaßnahmen. Ein laufendes Aktienrückkaufprogramm im Volumen von bis zu einer Milliarde Euro stützt den Kurs bis September 2026. Für die darauffolgenden zwei Geschäftsjahre stellte der Vorstand bereits weitere Rückkäufe von bis zu sechs Milliarden Euro in Aussicht.
Technisch präsentiert sich das Papier nach einer jüngsten Korrektur robust. Mit einem starken Jahresplus notiert die Aktie komfortabel über der 200-Tage-Linie bei 135,56 Euro. Erobern die Käufer den 100-Tage-Durchschnitt bei 160,42 Euro nachhaltig zurück, rückt das 52-Wochen-Hoch wieder in greifbare Nähe.
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