Am Mittwoch noch hat Siemens Energy seine Zahlen vorgestellt. Die Aktie reagierte unter dem Strich recht gut. Am Donnerstag ging es um 1,87 % aufwärts, der Kurs pendelte sich bei 153,68 Euro ein.
Ein kleiner Rückblick: Siemens Energy hat im dritten Geschäftsquartal seine starke Geschäftsentwicklung eindrucksvoll fortgesetzt. Zwischen April und Juni verbuchte der Energietechnikkonzern einen Auftragseingang von 17,9 Milliarden Euro und übertraf die Erwartungen des Marktes damit um mehr als eine Milliarde Euro. Getragen wurde das Wachstum vor allem von der weltweit hohen Nachfrage nach Gasturbinen, moderner Stromnetztechnik und Energieinfrastruktur. Gleichzeitig legte der Umsatz um 14 bis 16 % zu, während sich der bereinigte operative Gewinn auf 1,6 Milliarden Euro verdreifachte.
Windkraftbereich ist wieder stärker
Einen wesentlichen Anteil an dieser Entwicklung hatte Siemens Gamesa. Die Windkrafttochter erzielte erstmals seit 2022 wieder ein positives Ergebnis und verbesserte das Konzernergebnis um mehr als 500 Millionen Euro. Damit entwickelte sich aus einer zuvor belastenden Sparte wieder ein positiver Ergebnisbeitrag. Konzernweit stieg die bereinigte operative Marge auf 14,2 % und lag damit deutlich über den Erwartungen der Analysten. Für das laufende Geschäftsjahr strebt der Vorstand weiterhin das obere Ende der bisherigen Zielspanne von 10 bis 12 % an.
Auch die finanzielle Entwicklung fiel deutlich stärker aus als in den Vorquartalen. Der Free Cashflow verbesserte sich von 0,4 Milliarden Euro auf 2,3 Milliarden Euro. Gleichzeitig wuchs der Auftragsbestand auf den Rekordwert von 162 Milliarden Euro. Besonders im Geschäft mit Gasturbinen stammen inzwischen rund 20 % der Nachfrage aus Projekten rund um KI-Rechenzentren. Damit entwickelt sich dieser Bereich zu einer zusätzlichen Wachstumsquelle innerhalb des Konzerns.
Die starke Entwicklung spiegelte sich wie oben beschrieben nun auch am Markt wider. Nach den veröffentlichten Quartalszahlen reagierte die Börse zwar zunächst zurückhaltend, die jüngste Kursentwicklung unterstreicht jedoch, dass die Geschäftszahlen weiterhin zu den wichtigsten Kurstreibern zählen. Dies sehen wohl auch die Analysten so. Die halten ihre Kursziele, die langfristig bei knapp unterhalb von 200 Euro gesehen werden.
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