245 Euro lautet das höchste der konkret genannten Kursziele für Siemens Energy seit der vergangenen Woche: JPMorgan belässt die Aktie auf „Overweight“, während Jefferies 215 Euro und die Deutsche Bank 210 Euro ansetzten. Mehrere große Häuser bewerten den Konzern damit deutlich oberhalb des aktuellen Börsenkurses. Insgesamt liegen die Ziele bei rund 198 Euro (im Durchschnitt), was derzeit nach dem Freitagsschluss bei rund 160,50 Euro noch immer einen großen Gewinn darstellen würde.

Es gibt auch kritische Stimmen

Dem positiven Lager steht mit mwb eine gegenteilige Einschätzung gegenüber. Das Haus hält an einer Verkaufsempfehlung fest, weil die Rekordzahlen des dritten Quartals nach dieser Auffassung bereits zu großen Teilen im Aktienkurs berücksichtigt sein könnten. BOC International nahm die Beobachtung am 12. August mit einer Kaufempfehlung auf, Bernstein bestätigte am 13. August sein „Buy“-Rating.

Zwischen dem JPMorgan-Ziel von 245 Euro und den 160.96 Euro, bei denen Siemens Energy den Freitagshandel beendete, liegt eine Differenz von 84,04 Euro. Das sind also gut 50 % Potenzial, die im besten Fall zu erwarten wären.

Der nächste konkrete Termin betrifft nicht das operative Geschäft, sondern die Konzernstruktur. Am 25. August berät der Aufsichtsrat in einer außerordentlichen Sitzung über einen möglichen Spin-off der Division „Transformation of Industry“. Reuters zufolge wird an diesem Tag voraussichtlich noch keine endgültige Entscheidung getroffen.

Eine mögliche Abspaltung könnte einzelne Geschäftsbereiche eigenständiger machen und die Bewertung der Konzernteile verändern. Die konkrete Ausgestaltung bleibt vor dem 25. August jedoch offen.

Die Aussichten werden damit aber zumindest nicht schlechter. Die Siemens Energy ist aus charttechnischer wie auch aus technischer Sicht in guter Verfassung, um auch diesen Termin mit entsprechenden Chancen zu überstehen.