Die Aktie von Siemens Energy wird die Woche auf einem niedrigeren Niveau abschließen, als es zu Wochenbeginn noch den Anschein hatte. Am Freitag verliert die Aktie ca. 1 % und kommt auf ein Kursniveau von rund 147 Euro. Das ist zumindest kurzfristig betrachtet eine Enttäuschung.

Schwach am Wochenende

Auch statistisch befindet sich die Aktie derzeit nicht in ihrer besten Verfassung. Im laufenden Monat hat sie bis zu diesem Freitag bereits 12,8 % verloren. Das sollte allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Entwicklung insgesamt weiterhin sehr positiv ist. Seit Jahresbeginn steht für Siemens Energy immer noch ein Plus von rund 20 % zu Buche. In den zurückliegenden zwölf Monaten konnte die Aktie um 52 % zulegen, auf Sicht von drei Jahren sogar um 841 %. Das zeigt, dass Siemens Energy an der Börse grundsätzlich weiterhin auf dem richtigen Weg ist.

Hintergrund dieser Entwicklung ist der deutlich steigende Energiebedarf. Es geht um den Ausbau der Netzinfrastruktur, um die Energiewende voranzutreiben. Hinzu kommt der Aufbau von KI-Rechenzentren, der Siemens Energy ebenfalls in die Karten spielt.

Aktuell ist die Stimmung allerdings etwas gedämpft, weil eine Analystenstimme zuletzt für Verunsicherung gesorgt hat. Die Bank of America (BofA) hat ihr Kursziel auf 130 Euro festgelegt. Nach dieser Einschätzung müsste die Aktie also noch deutlich nachgeben. Hintergrund dieser Bewertung ist die Annahme der Analysten, dass das Gasturbinengeschäft seinen Höhepunkt erreicht habe und sich von nun an abschwächen werde.

Diese Einschätzung wird allerdings von anderen Analysten nicht geteilt. JPMorgan hat Siemens Energy erst vor zwei Tagen auf „Overweight“ belassen und das Kursziel auf 235 Euro festgesetzt. Jefferies hält ebenfalls an ihrer positiven Einschätzung fest und sieht das Kursziel weiterhin bei 215 Euro. Insofern hat sich an der grundsätzlich positiven Sicht der Analysten nur wenig geändert.

Neue Unternehmensnachrichten liegen derzeit nicht vor. Die Aktie kämpft daher weiterhin darum, ihren technischen Aufwärtstrend zu behaupten, der sich unter anderem in dem noch bestehenden Vorsprung gegenüber der 200-Tage-Linie widerspiegelt. Unterm Strich bleiben die Analysten überwiegend optimistisch. Die Börse hat sich derzeit allerdings für etwas mehr Volatilität entschieden.