Nicht die Analysten, sondern ein Großprojekt im Nahen Osten bestimmt aktuell die Nachrichtenlage bei Siemens Energy. Die Aktie schloss zuletzt bei 158,02 Euro und verlor am Freitag dabei 0,92 %. Gleichzeitig arbeitet der Konzern an einem der größten Gasturbinenprojekte der Region: dem Kraftwerk Taweelah C in Abu Dhabi.
Das Projekt soll eine Leistung von 2,6 Gigawatt erreichen und wird über einen Stromabnahmevertrag bis zum Jahr 2050 abgesichert. Siemens Energy liefert dafür H-Klasse-Turbinen, die zu den effizientesten Gasturbinen des Konzerns zählen. Die kommerzielle Inbetriebnahme ist für 2029 vorgesehen.
Siemens Energy: Energiewende inklusive
Technisch wurde die Anlage so ausgelegt, dass eine spätere Integration von CO₂-Abscheidung möglich bleibt. Auftraggeber sind die Emirates Water and Electricity Company sowie die Anteilseigner TAQA, Aljomaih Energy and Water Company und Sembcorp Industries. Für Siemens Energy stärkt das Projekt die Marktposition in einer Region, die weiterhin Milliarden in Energieinfrastruktur investiert.
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Das Geschäft insgesamt lohnt sich ohnehin. Denn kürzlich meldete das Unternehmen im zweiten Geschäftsquartal starke operative Zahlen. Der Auftragseingang erreichte 17,7 Milliarden Euro. Der Auftragsbestand stieg auf 154 Milliarden Euro. Der Quartalsumsatz lag bei 10,3 Milliarden Euro. Nach Steuern verblieb ein Gewinn von 835 Millionen Euro.
Die Ergebnisentwicklung führte zu einer Anhebung der Jahresziele. Siemens Energy erwartet nun ein vergleichbares Umsatzwachstum zwischen 14 % und 16 %. Die Ergebnismarge vor Sondereffekten soll 10 % bis 12 % erreichen. Für das Gesamtjahr stellt das Management einen Nettogewinn von rund vier Milliarden Euro sowie einen Free Cashflow vor Steuern von etwa acht Milliarden Euro in Aussicht. All das hatte das Stimmungsbild ohnehin vorangetrieben.
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Hinzu kommt ein weiteres Kapitalmarktprogramm. Seit dem 4. Juni läuft die zweite Tranche des Aktienrückkaufprogramms. Bis zu einer Milliarde Euro sollen zunächst für eigene Aktien eingesetzt werden. Bis Ende des Geschäftsjahres 2028 ist ein Gesamtvolumen von bis zu sechs Milliarden Euro vorgesehen.
Die Kursentwicklung zeigt aktuell dennoch eine Konsolidierung. Nach einem Anstieg von 35 % innerhalb von sechs Monaten und 31,25 % seit Jahresbeginn gab Siemens Energy nun deutlich nach. Das Allzeithoch liegt bei gut 190 Euro. Es ist erreichbar, meinen die Analysten.
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