Siemens Energy liefert ein starkes erstes Quartal 2026 ab – mit verdoppeltem Gewinn, Rekordaufträgen und der ersten Dividende seit drei Jahren. Doch der Fokus der Anleger liegt auf einer anderen Frage: Schafft die Problemtochter Gamesa endlich die Trendwende?
Verdoppelung beim Gewinn
Das Energietechnik-Unternehmen meldete für das erste Quartal 2026 einen Gewinn nach Steuern von 746 Millionen Euro – doppelt so viel wie im Vorjahr. Der Auftragseingang kletterte um 33 Prozent auf 17,6 Milliarden Euro. Damit sitzt Siemens Energy auf einem Auftragsbestand von 146 Milliarden Euro, einem neuen Allzeithoch.
Treiber des Booms ist die Nachfrage nach Energie-Infrastruktur für Rechenzentren. Das Unternehmen verkaufte 194 große Gasturbinen – fast doppelt so viele wie im Vorjahr. Im Netzgeschäft mit Hyperscalern verdoppelten sich die Umsätze auf über 2 Milliarden Euro. Der Free Cashflow vor Steuern legte auf 2,9 Milliarden Euro zu.
Erste Ausschüttung seit 2022
Auf der Hauptversammlung am 26. Februar 2026 in Berlin beschlossen 99,99 Prozent der Aktionäre eine Dividende von 0,70 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2025. Möglich wurde die Ausschüttung durch die vorzeitige Rückzahlung einer deutschen Staatsgarantie, die zuvor Dividenden untersagte.
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CEO Christian Bruch bekräftigte zudem das angekündigte Aktienrückkaufprogramm: Bis Ende 2028 sollen bis zu 6 Milliarden Euro in eigene Aktien fließen. Parallel plant der Konzern für 2026 Investitionen von 3,5 Milliarden Euro in Standorte sowie Forschung und Entwicklung. Im Geschäftsjahr 2025 entstanden bereits sieben neue Werke und 4.000 Arbeitsplätze, viele davon in Europa.
Ein besonderer Fokus liegt auf den USA: Bruch kündigte ein Investitionsprogramm von 1 Milliarde US-Dollar an, darunter zwei Ausbildungszentren und 1.500 neue Stellen. Der amerikanische Strommarkt wachse schneller als andere Regionen.
Gamesa weiter im Blickpunkt
Die Windtochter zeigt operative Fortschritte, bleibt aber das zentrale Diskussionsthema. Nach einem operativen Verlust von 1,36 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2025 schrumpfte das Minus im ersten Quartal 2026 auf 46 Millionen Euro.
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Während der US-Aktivist Ananym die Sparte langfristig als Belastung sieht, erhalten Bruch und Aufsichtsratschef Joe Kaeser Rückendeckung von institutionellen Investoren wie DWS, Deka Investment und Union Investment. Diese stellen sich laut Reuters gegen eine sofortige Trennung.
Kaeser nannte als Ziel, dass Gamesa im Laufe des Geschäftsjahres 2026 die Gewinnschwelle erreicht. Langfristig strebt der Konzern eine zweistellige operative Marge an, als Zwischenziel bis 2028 peilt Bruch 3 bis 5 Prozent an.
Für das Gesamtjahr 2026 plant Siemens Energy ein Umsatzwachstum von 11 bis 13 Prozent sowie eine Gewinnmarge vor Sonderposten von 9 bis 11 Prozent. Der Nettogewinn soll zwischen 3 und 4 Milliarden Euro liegen. 30 Analysten erwarten im Schnitt einen Umsatz von 43,9 Milliarden Euro.
Am 12. Mai 2026 folgen die Zahlen zum zweiten Quartal – ein wichtiger Gradmesser dafür, ob die Gamesa-Verbesserung nachhaltig ist oder nur ein Einmaleffekt.
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