Gestern legte Siemens Energy die Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2025/2026 vor – und die haben es in sich. Die Aktie schoss daraufhin auf ein neues Allzeithoch. Doch während die Euphorie groß ist, mehren sich Zweifel: Könnte der Höhenflug bald ein jähes Ende finden?
JPMorgan hebt Kursziel auf 200 Euro an
Die US-Investmentbank JPMorgan zeigte sich beeindruckt von den vorgelegten Ergebnissen. Analyst Phil Buller hob das Kursziel von 160 auf 200 Euro an und bekräftigte seine „Overweight“-Einstufung. Besonders hervorgehoben wurden die Margen, die deutlich besser ausfielen als erwartet. Diese reflektierten nicht nur das starke Nachfrage-Umfeld, sondern vor allem die Finanzdisziplin des Konzerns und frühere Preisanstrengungen. Die Zahlen seien nicht nur ein Ergebnis günstiger Endmärkte, betonte Buller in seiner Analyse vom Mittwoch.
Die Tochtergesellschaft Siemens Gamesa Renewable Energy lieferte ebenfalls überzeugende Ergebnisse. Der Gewinn im ersten Quartal kletterte auf 677 Millionen Euro oder 0,78 Euro je Aktie – ein deutlicher Sprung gegenüber den 198 Millionen Euro (0,23 Euro je Aktie) im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz legte um 8,2 Prozent auf 9,675 Milliarden Euro zu, verglichen mit 8,942 Milliarden Euro im ersten Quartal 2025.
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Nachfrage nach kritischen Rohstoffen befeuert den Sektor
Der Windkraftsektor profitiert derzeit von der enormen Nachfrage nach kritischen Rohstoffen. Metalle wie Kupfer, Wolfram und Palladium erreichten im Januar neue Höchststände. Auch Silber, das in HighTech- und Rüstungsanwendungen sowie im Bereich der alternativen Energien unverzichtbar ist, verzeichnete deutliche Kursgewinne. Die Nachfrage im Bereich alternative Energien übersteigt das Angebot mittlerweile um den Faktor 1,5 – ein strukturelles Defizit, das die Preise weiter treiben dürfte.
Für Siemens Energy als großen Player im Windenergie-Geschäft bedeutet dies sowohl Chancen als auch Herausforderungen. Einerseits steigt die Nachfrage nach Windkraftanlagen weiter, andererseits könnten steigende Rohstoffkosten die Margen unter Druck setzen.
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Käufer werden knapp
Trotz der hervorragenden Zahlen und der positiven Analysteneinschätzung mehren sich Anzeichen, dass der Aktie allmählich die Käufer ausgehen könnten. Nach dem gestrigen Kurssprung auf ein neues Verlaufsrekord stellt sich die Frage, wie viel Potenzial kurzfristig noch in dem Titel steckt. Die starken US-Arbeitsmarktdaten vom Mittwoch dämpften zudem die Zinssenkungshoffnungen und belasteten auch den DAX, der 0,53 Prozent tiefer bei 24.856 Punkten schloss.
Während Siemens Energy gegen den Markttrend nach oben rannte, könnte die nachlassende Dynamik in den kommenden Handelstagen zeigen, ob die Hausse noch Bestand hat oder eine Konsolidierung ansteht.
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