CEO Christian Bruch trifft in Dubai Scheichs und Energieminister — während der Mutterkonzern Siemens AG im Hintergrund einen milliardenschweren Abgang vollzieht. Beides zusammen zeichnet das Bild eines Unternehmens, das seinen eigenen Weg geht.
Siemens AG verkauft für 3,8 Milliarden Euro
Laut Stimmrechtsmitteilung vom 2. April 2026 hat die Siemens AG ihren Anteil über die Siemens Beteiligungen Inland GmbH von 14,96 auf 5,54 Prozent reduziert — ein Transaktionsvolumen von 3,8 Milliarden Euro. Der Schritt unter die 6-Prozent-Schwelle erhöht den Streubesitz spürbar und setzt einen weiteren Meilenstein in der Ablösung vom Mutterkonzern, die mit dem Börsengang 2020 begann.
Parallel dazu absolvierte Bruch in Dubai eine Reihe hochrangiger Treffen: mit Scheich Maktoum bin Mohammed Al Maktoum, Vizepräsident und Finanzminister der VAE, sowie mit Scheich Ahmed bin Saeed Al Maktoum und DEWA-CEO Saeed Mohammed Al Tayer. Im Mittelpunkt standen konkrete Kooperationsmöglichkeiten in den Bereichen Energieeffizienz, Emissionsreduktion und erneuerbare Energien.
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Rekordaufträge und ein Rückkaufprogramm
Das operative Fundament für diese Aktivitäten ist robust. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 stiegen die Neuaufträge um 33,9 Prozent auf 17,6 Milliarden Euro, der Auftragsbestand kletterte auf einen Rekordwert von 146 Milliarden Euro. Der Nettogewinn verdreifachte sich auf 746 Millionen Euro. Allein die Sparte Gas Services buchte in diesem Quartal 102 Gasturbinen — mehr als die Hälfte des gesamten Vorjahresvolumens. Die Kapazitäten sind bis 2028 vollständig ausgelastet.
Zusätzlich läuft ein Aktienrückkaufprogramm mit einem Gesamtvolumen von bis zu 6 Milliarden Euro bis Ende 2028. Die erste Tranche von bis zu 2 Milliarden Euro wird bis Ende September 2026 abgewickelt; bislang hat das Unternehmen knapp 5,85 Millionen eigene Papiere zurückgekauft.
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Gamesa bleibt das offene Kapitel
Das ungelöste Problem bleibt Windkrafttochter Siemens Gamesa. Das erste Halbjahr wird noch negativ ausfallen, im zweiten soll die Wende gelingen — Break-even für das Gesamtjahr ist das erklärte Ziel. Im Offshore-Segment rechnet das Unternehmen wegen verschobener Auktionen vorerst mit zurückhaltendem Auftragseingang.
JPMorgan hält an einem Kursziel von 200 Euro fest und erwartet ein starkes zweites Quartal. RBC Capital sieht Potenzial bis 185 Euro, was einem neuen Allzeithoch entspräche. Am 12. Mai 2026 legt das Management die Q2-Zahlen vor — dann wird sich zeigen, ob Gamesa die prognostizierten Fortschritte liefert. Für das Gesamtjahr bestätigt Siemens Energy ein Umsatzwachstum von 11 bis 13 Prozent, eine Marge von 9 bis 11 Prozent sowie einen Nettogewinn zwischen 3 und 4 Milliarden Euro.
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