Siemens Energy hat am Donnerstagabend vorläufige Quartalszahlen vorgelegt — und die Reaktion des Marktes fiel eindeutig positiv aus. Die Aktie legte nachbörslich auf Tradegate um rund 3,5 Prozent zu, nachdem sie im Xetra-Handel bereits über 2 Prozent gewonnen hatte.
Aufträge sprengen die Erwartungen
Der Auftragseingang im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 kletterte um 29,5 Prozent auf 17,75 Milliarden Euro — der Analystenkonsens hatte lediglich 15,6 Milliarden Euro erwartet. Damit gelang ein deutliches Übertreffen in der wohl wichtigsten Kennzahl des Abends. Getragen wurde das Wachstum vor allem von den Bereichen Grid Technologies und Gas Services.
Beim Umsatz blieb das Bild gemischter. Mit 10,3 Milliarden Euro wuchs dieser zwar um 8,9 Prozent, verfehlte aber die Markterwartung von 10,8 Milliarden Euro — hauptsächlich wegen Währungseffekten. Ähnliches gilt für den Nettogewinn: 835 Millionen Euro standen einem Konsens von 911 Millionen gegenüber. Die bereinigte Ergebnismarge verbesserte sich dennoch spürbar auf 11,3 Prozent, nach 9,1 Prozent im Vorjahreszeitraum.
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Jahresprognose klar angehoben
Gewichtiger als die Quartalszahlen selbst dürfte für viele Investoren der angehobene Ausblick sein. Das bereinigte Umsatzwachstum für das Gesamtjahr 2026 wird nun mit 14 bis 16 Prozent angegeben, zuvor lautete die Spanne 11 bis 13 Prozent. Die Ergebnismarge soll 10 bis 12 Prozent erreichen statt der bisher genannten 9 bis 11 Prozent.
Besonders ins Auge sticht die Prognose für den freien Cashflow: Der Konzern erwartet nun rund 8 Milliarden Euro — gegenüber einer bisherigen Zielspanne von 4 bis 5 Milliarden. Den Nachsteuergewinn beziffert Siemens Energy auf rund 4 Milliarden Euro, womit die frühere Spanne von 3 bis 4 Milliarden nach oben konkretisiert wird.
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Die kanadische Bank RBC bestätigte nach den Eckdaten ihre Einschätzung mit „Outperform“ und einem Kursziel von 200 Euro. Analyst Colin Moody hob hervor, dass die angehobene Jahresprognose die währungsbedingten Enttäuschungen auf Quartalsbasis mehr als aufwiege — und verwies auf die starken Auftragseingangs- und Cashflow-Entwicklungen als tragende Argumente.
Siemens Gamesa bleibt innerhalb des Konzerns weiter eine Belastung, zeigt aber Anzeichen einer schrittweisen Erholung — noch schreibt die Windkrafttochter rote Zahlen.
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