Siemens Energy konnte sich am Montag (endlich) wieder minimal erholen. Das Dax-Papier schaffte einen Sprung um gut 0,37 %. Die Aktie bleibt aber akutell mit 147,98 Euro unterhalb der Marke von 150 Euro hängen. Das ist durchaus für Charttechniker schlecht.
Die Quartalszahlen für die Siemens Energy kommen nun
Vor den mit Spannung erwarteten Quartalszahlen richten Anleger ihren Blick vor allem auf die wirtschaftliche Entwicklung von Siemens Energy. Der Energietechnikkonzern hat zuletzt mit mehreren Großaufträgen und einer bestätigten bzw. in Nuancen zuletzt sogar erhöhten Jahresprognose überzeugt, nun muss das Management zeigen, dass die Erwartungen auch erfüllt werden.
Im Mittelpunkt steht dabei insbesondere die Windkrafttochter Siemens Gamesa. Während das Geschäft mit Gasturbinen und Netztechnik von einer hohen Nachfrage profitiert, gilt die Cashflow-Entwicklung der Windsparte weiterhin als entscheidender Unsicherheitsfaktor. Marktteilnehmer erwarten vor allem Hinweise darauf, ob Gamesa inzwischen deutlich weniger Kapital bindet und damit die Grundlage für den angestrebten freien Cashflow schafft.
Für Zuversicht sorgen ggf. aber die jüngsten Unternehmensmeldungen. Ein Gasturbinenauftrag mit einer Leistung von 2,6 Gigawatt im Oman sowie der Zuschlag für eine 2-Gigawatt-Konverterplattform in der Nordsee unterstreichen die starke Nachfrage in wichtigen Geschäftsbereichen. Hinzu kommt der Start des Handels auf dem US-Marktplatz OTCQX, der internationalen Investoren einen einfacheren Zugang zur Aktie ermöglichen soll. Ergänzt wird die Kapitalmarktstrategie durch ein laufendes Aktienrückkaufprogramm im Volumen von einer Milliarde Euro.
Auch die Erwartungen der Analysten bleiben überwiegend positiv. Durchschnittliche Kursziele von rund 198 Euro sowie Einschätzungen von 210 beziehungsweise 215 Euro durch Jefferies und RBC spiegeln das Vertrauen in die langfristigen Wachstumsperspektiven wider. Die Analysten also sind quasi durchweg der Meinung, die Aktie könne den angestrebten Ausbruch über die wichtigsten Widerstände wieder schaffen.
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