Zwei Pflichtmitteilungen innerhalb weniger Tage haben die Eigentümerverhältnisse bei Siemens Energy neu geordnet. Die Siemens AG hat ihren Stimmrechtsanteil von 14,96 auf 5,54 Prozent mehr als halbiert — ein weiterer Schritt in der nun sechs Jahre andauernden Abnabelung vom ehemaligen Mutterkonzern. Parallel dazu sorgte eine Meldung von BlackRock für Bewegung im Kurs.
Siemens zieht sich weiter zurück
Der Rückzug der Siemens AG vollzieht sich schrittweise, aber konsequent. Seit dem Spin-off und der Börsennotierung 2020 hat der Konzern seine Beteiligung sukzessive abgebaut. Mit nun noch 5,54 Prozent ist die Siemens AG nur noch ein Minderheitsaktionär unter vielen — Siemens Energy agiert damit faktisch vollständig eigenständig.
Auch BlackRock hat seine Stimmrechtsposition leicht auf 7,77 Prozent angepasst. Die Meldung löste am Mittwoch zunächst eine Kursbewegung über die Marke von 152 Euro aus. Am Donnerstag, dem letzten Handelstag vor Ostern, folgten Gewinnmitnahmen — die Aktie schloss bei 149,70 Euro, ein Minus von 1,64 Prozent.
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Starke Zahlen, offene Frage bei Gamesa
Das operative Fundament zeigt sich unbeeindruckt von den Eigentümerverschiebungen. Seit Jahresbeginn hat die Aktie über 21 Prozent zugelegt und zählt zu den stärksten DAX-Werten. Der Nettogewinn verdreifachte sich im ersten Quartal nahezu auf 746 Millionen Euro, der Auftragsbestand erreichte einen Rekordwert von 146 Milliarden Euro. Zusätzlich läuft seit März ein Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von bis zu zwei Milliarden Euro, das bis Ende September 2026 angelegt ist.
Analysten sind gespalten: JPMorgan sieht das Kursziel bei rund 200 Euro, die Deutsche Bank bestätigt ihre Kaufempfehlung mit einem Ziel von 180 Euro.
Reicht Siemens Gamesa den Break-even-Nachweis am 12. Mai, wenn die Quartalszahlen präsentiert werden? Das Management hat die Profitabilität der Windkrafttochter als klares Ziel für das laufende Geschäftsjahr ausgegeben. Gelingt der Turnaround, gewinnen die optimistischen Kursziele an Überzeugungskraft. Bleibt Gamesa ein Verlustbringer, gerät die gesamte Kursrally seit Januar unter Rechtfertigungsdruck.
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