Deutliche Kursverluste verzeichnete am gestrigen Dienstag die Aktie von Siemens Energy. Mit einem Abschlag von über 8% zog das Papier den gesamten Index nach unten.

Die Siemens Energy wird immer noch besser geschätzt

Die Notierungen hatten am Montagabend noch bei rund 171 Euro auf einem neuen Zwischenhoch gelegen. Im laufenden Jahr war die Aktie bereits bis auf 191 Euro gestiegen. Jetzt notiert sie, je nach Börsenplatz, bei 155 bis 156 Euro und befindet sich damit in einer kritischen Situation.

Der technische Aufwärtstrend steht infrage. Die 100-Tage-Linie ist nun unterschritten worden. Auch der GD200 als wichtiges Signal für Trendindikatoren rückt jetzt in den Vordergrund. Rund 9% Abstand bestehen derzeit noch. Die Aktie hat damit bei charttechnischen und vor allem bei technischen Analysten sicherlich Sorgen ausgelöst.

Fundamentalanalysten sind dagegen in aller Regel sehr zuversichtlich. Am heutigen Mittwoch hat JPMorgan ihre Einstufung „Overweight“ bekräftigt. Dabei wurde darauf verwiesen, dass die geplanten Änderungen am Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) in Deutschland für Siemens Energy in den Bereichen Windkraft, Hochleistungskabel und Energienetze von großer Bedeutung wären.

Am Ende hat gestern vor allem eine andere Bank dafür gesorgt, dass die Aktie massiv unter Druck geriet: Barclays. Die Bank hatte das Kursziel auf 130 Euro gesenkt. Damit geriet Siemens Energy im Zuge einer ohnehin schwierigen technischen Situation für KI-nahe Unternehmen deutlich unter die Räder.

Analysten insgesamt sind wie oben beschrieben eher der Meinung, die Aktie habe deutlich höhere Chancen als das, was der Markt derzeit offeriert. Speziell bei der Siemens Energy haben Analysten noch vor kurzem in zahlreichen Fällen darauf gesetzt, der Kurs könne auf über200 Euro klettern. Weit darüber übrigens.