Siemens Energy: Cashflow-Ziel auf 8 Milliarden verdoppelt

Siemens Energy hebt die Jahresprognose massiv an und erwartet nun einen freien Cashflow von acht Milliarden Euro. KI-Rechenzentren treiben die Nachfrage nach Netztechnik.

Siemens Energy Aktie
Kurz & knapp:
  • Freier Cashflow auf acht Milliarden Euro verdoppelt
  • KI-Rechenzentren als Wachstumstreiber für Netztechnik
  • Aktie erreicht neues Rekordhoch bei 187,50 Euro
  • Aktienrückkaufprogramm stützt den Kurs zusätzlich

Acht Milliarden Euro freier Cashflow. Mit dieser neuen Zielmarke für das laufende Geschäftsjahr überrascht Siemens Energy den Markt. Der Konzern schraubt seine Jahresprognose massiv nach oben. Treiber ist ein regelrechter Bestellboom.

Das Management erwartet nun ein Umsatzwachstum von bis zu 16 Prozent. Die operative Gewinnmarge soll zweistellig ausfallen. Das spektakulärste Signal liefert die Liquiditätsplanung. Das vorsteuerliche Cashflow-Ziel springt auf rund acht Milliarden Euro.

KI-Rechenzentren befeuern das Geschäft

Hauptverantwortlich für den Schub ist die Sparte Grid Technologies. Der Ausbau von KI-Rechenzentren treibt die Nachfrage nach Netztechnik massiv an. Allein im Vorquartal stammte ein Viertel der Aufträge aus diesem Bereich. Entsprechend peilt das Segment nun ein Umsatzplus von bis zu 27 Prozent an.

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Auch das Segment Gas Services wächst kräftig. Der gesamte Auftragseingang des Konzerns erreichte im abgelaufenen Quartal fast 18 Milliarden Euro. Parallel dazu stabilisiert sich die Windkrafttochter Siemens Gamesa. Der operative Verlust schrumpfte auf 44 Millionen Euro. Das Management hält am geplanten Break-even für das Gesamtjahr fest.

Aktie auf Rekordjagd

Die Börse honoriert diese Entwicklung. Die Aktie schloss am Freitag auf einem neuen Rekordhoch von 187,50 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich das Kursplus auf knapp 53 Prozent. Kein Wunder. Mit einem Börsenwert von rund 158 Milliarden Euro hat Siemens Energy inzwischen die Allianz überholt.

Neben dem operativen Geschäft stützt ein laufendes Aktienrückkaufprogramm den Kurs. Bis Herbst 2026 erwirbt der Konzern in einer ersten Tranche eigene Papiere für bis zu zwei Milliarden Euro. Die vollständigen Zahlen für das zweite Quartal folgen am 12. Mai. Dann präsentiert der Vorstand die detaillierten Margen der einzelnen Geschäftsbereiche.

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Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.