Siemens Healthineers hat die Woche auf dem tiefsten Stand seit zwölf Monaten beendet. Der Kurs liegt knapp über dem 52-Wochen-Tief — und die Belastungen kommen von mehreren Seiten gleichzeitig.
Drei Probleme, ein Kurs
Am Freitag schloss die Aktie bei 35,75 Euro, ein Minus von rund einem Prozent. Seit Jahresbeginn hat das Papier fast 20 Prozent verloren. Zum 52-Wochen-Hoch vom vergangenen Sommer fehlen knapp 28 Prozent.
Der RSI liegt bei 25 — ein Niveau, das technisch als überverkauft gilt. Erholt hat sich der Kurs trotzdem nicht.
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Hinter dem schwachen Chartbild stecken konkrete operative Probleme. Im ersten Quartal 2026 wuchs der Umsatz zwar um 3,8 Prozent. Das bereinigte Ergebnis je Aktie fiel jedoch auf 0,49 Euro — ein Rückgang von 3 Prozent. Die Diagnostiksparte zog den Schnitt nach unten: Umsatzrückgang von 3 Prozent, maßgeblich wegen einer Anti-Korruptions-Kampagne in China und zentralisierten Beschaffungsprozessen dort.
Hinzu kommen externe Belastungen. Neue US-Zölle sollen das bereinigte EBIT in diesem Jahr mit rund 400 Millionen Euro belasten. Negative Währungseffekte drücken das operative Ergebnis um weitere 200 bis 250 Millionen Euro. Das Management hält trotzdem an der Jahresprognose fest: 5 bis 6 Prozent vergleichbares Umsatzwachstum, bereinigtes Ergebnis je Aktie zwischen 2,20 und 2,40 Euro.
Spin-off: Zeitplan steht, Finanzierung offen
Ein zweites großes Thema ist die geplante Trennung vom Mutterkonzern Siemens. Siemens will die Entscheidung über den Spin-off für die Hauptversammlung im Februar 2027 vorbereiten. Das Modell: Siemens verteilt 30 Prozent seiner Healthineers-Anteile direkt an seine eigenen Aktionäre. Der Siemens-Anteil würde damit von rund 67 Prozent auf unter 20 Prozent sinken.
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Das Problem dabei ist konkret. Healthineers trägt Schulden von 13,9 Milliarden Euro — aktuell noch mit Garantie der Mutter. Nach der Trennung muss das Unternehmen diese Last allein stemmen. Wie die Refinanzierung aussehen soll, ist bislang offen.
Q2-Zahlen am 7. Mai als nächster Test
Am 7. Mai legt das Management die Zahlen für das zweite Quartal vor. Analysten rechnen mit einem Ergebnis je Aktie von 0,51 Euro — nach 0,56 Euro im Vorjahreszeitraum. Beim Umsatz erwarten sie Stagnation bei gut 5,9 Milliarden Euro.
Zwei Fragen werden den Ton setzen: Stabilisiert sich das Diagnostikgeschäft in China? Und liefert das Management einen konkreten Plan für die Refinanzierung nach dem Spin-off? Ohne Antworten auf beides dürfte der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt von fast 44 Euro kaum kleiner werden.
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