Starke Zahlen, aber ein Bewertungsabschlag zur Konkurrenz. Bei Siemens klaffen operative Realität und Börsenwert derzeit auseinander. Die US-Investmentbank Bernstein sieht darin eine klare Einstiegschance. Die Analysten stufen das Papier als „Outperform“ ein und heben das Kursziel auf 300 Euro an.
Der Plan für den Konzernumbau
Bernstein identifiziert konkrete Treiber für höhere Kurse in den kommenden Monaten. Die geplante Ausgliederung der Medizintechnik-Tochter Healthineers nimmt Form an. Im Februar 2027 soll die Hauptversammlung über die Entkonsolidierung abstimmen. Siemens plant, rund 30 Prozent der Healthineers-Papiere direkt an die eigenen Aktionäre zu übertragen. Das Ziel: Ein schlankerer Konzern mit Fokus auf Industrie und Digitalisierung.
Parallel dazu erwarten die Analysten ein massives Aktienrückkaufprogramm. Das laufende Programm nähert sich dem Ende. Für die Neuauflage rechnet Bernstein mit einem Volumen von mindestens zehn Milliarden Euro. Frisches Kapital dafür könnte aus dem operativen Geschäft sowie aus Beteiligungsverkäufen fließen.
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Solides Fundament, günstiger Preis
Die Unterbewertungsthese stützt sich auf einen klaren Vergleich. Investoren bewerten Siemens aktuell mit dem 13-Fachen des für 2027 erwarteten operativen Gewinns. Konkurrenten wie Schneider Electric oder ABB kommen im Schnitt auf das 19-Fache.
Dabei liefert das operative Geschäft robuste Argumente. Im ersten Quartal wuchs der Auftragsbestand auf den Rekordwert von 120 Milliarden Euro. Der Umsatz kletterte um acht Prozent. Daraufhin hob der Vorstand die Gewinnprognose für das Gesamtjahr an.
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Auch am Markt zeigt sich zunehmendes Momentum. Aktuell notiert die Aktie bei rund 251 Euro. Im vergangenen Monat verzeichnete das Papier ein Plus von knapp 23 Prozent. Damit hat der Kurs den langfristigen gleitenden Durchschnitt deutlich hinter sich gelassen.
Andere Experten bleiben ebenfalls optimistisch. Die UBS hält an ihrer Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 255 Euro fest. Goldman Sachs erwartet vor dem kommenden Quartalsbericht ein starkes organisches Wachstum.
Fokus auf den Mai
Der 13. Mai rückt nun in den Mittelpunkt. Siemens präsentiert an diesem Tag die Ergebnisse für das zweite Geschäftsquartal. Analysten achten besonders auf die Sparte Smart Infrastructure. Dieser Bereich profitiert massiv vom Ausbau der Stromnetze und Rechenzentren. Möglicherweise weist der Konzern das Healthineers-Segment dann bereits als aufgegebenen Geschäftsbereich aus. Dieser bilanztechnische Schritt würde den Kernwert von Siemens klarer sichtbar machen.
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