Siemens Healthineers Aktie: GE Healthcare reißt Sektor mit

Siemens Healthineers erreicht neues Kurstief, ausgelöst durch schwache GE-Healthcare-Zahlen. Eigene Kostenrisiken und ein verschobener Spin-off belasten zusätzlich.

Siemens Healthineers Aktie
Kurz & knapp:
  • Neues Sechsjahrestief bei 34 Euro
  • GE Healthcare bricht nach Quartalszahlen ein
  • Eigene Kosten- und Zollbelastungen von 650 Mio. Euro
  • Spin-off der Siemens AG auf 2027 verschoben

Ein US-Konkurrent schickt eine ganze Branche auf Talfahrt. Siemens Healthineers verlor am Mittwoch deutlich, ohne selbst eine einzige schlechte Meldung zu veröffentlichen — und markierte dabei ein neues Sechsjahrestief bei 34,00 Euro.

GE Healthcare als Auslöser

GE HealthCare brach nach seinen Quartalszahlen im US-Handel zeitweise um mehr als 14 Prozent ein. Der Grund: ein enttäuschender Quartalsgewinn und ein gesenkter Jahresausblick. Das Unternehmen rechnet nun nur noch mit einem bereinigten Gewinn je Aktie von 4,80 bis 5,00 Dollar, nach zuvor 4,95 bis 5,15 Dollar. Als Ursache nannte GE HealthCare steigende Kosten für Speicherchips, Energie und Transport — insgesamt rund 250 Millionen Dollar Zusatzbelastung im laufenden Jahr.

Investoren fürchten, dass diese Kostenprobleme kein Einzelfall sind. Medizintechnik-Unternehmen sind stark von komplexen Lieferketten abhängig, und steigende Preise lassen sich dort nur verzögert weitergeben.

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Eigene Baustellen kommen hinzu

Siemens Healthineers kämpft ohnehin an mehreren Fronten. Die Aktie hat seit Jahresbeginn rund 23 Prozent verloren und notiert mehr als 22 Prozent unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt. Belastend wirken geplante Einsparungen im deutschen Gesundheitswesen, neue US-Zölle mit einer erwarteten EBIT-Belastung von rund 400 Millionen Euro sowie negative Währungseffekte von bis zu 250 Millionen Euro.

Das Management hält dennoch an seiner Jahresprognose fest: vergleichbares Umsatzwachstum von fünf bis sechs Prozent und ein bereinigtes Ergebnis je Aktie zwischen 2,20 und 2,40 Euro. Ob diese Ziele nach dem GE-Schock noch Bestand haben, wird sich am 7. Mai zeigen — dann veröffentlicht Siemens Healthineers seine Zahlen für das zweite Quartal.

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Barclays bleibt vorerst optimistisch. Analyst Hassan Al-Wakeel beließ die Einstufung auf „Overweight“ mit einem Kursziel von 55 Euro und zog aus den GE-Zahlen gemischte bis positive Rückschlüsse: Wachstum im Imaging-Bereich habe die Umsatzerwartungen übertroffen, der Kostenanstieg sei das eigentliche Problem gewesen.

Spin-off verzögert sich

Zur operativen Last kommt strukturelle Unsicherheit. Die Siemens AG will die verbleibenden Anteile an Healthineers erst auf der Hauptversammlung im Februar 2027 zur Abstimmung stellen. Viele Investoren hatten auf eine Umsetzung noch 2026 gehofft.

Das Kernproblem dabei: Schulden von 13,9 Milliarden Euro, die aktuell noch die Mutter garantiert, müssten nach der Trennung auf eigenen Beinen stehen. Langfristig könnte eine vollständige Entkonsolidierung die Aktie für eine breitere Investorenbasis attraktiver machen — als eigenständiger Konzern mit deutlich höherem Streubesitz. Bis dahin bleibt der Druck hoch, und die Quartalszahlen am 7. Mai werden zeigen, ob Siemens Healthineers die Kostenwelle besser absorbiert als der US-Konkurrent.

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