Siemens treibt die Entflechtung voran – und für Siemens Healthineers könnte das zur wichtigsten Weichenstellung seit dem Börsengang werden. Denn die geplante Direktabspaltung von rund 30% der Anteile würde den Streubesitz erhöhen und die Rolle als eigenständiger Medizintechnik-Konzern schärfen. Gleichzeitig zeigt das operative Geschäft ein gemischtes Bild – mit einer klaren Baustelle in der Diagnostik.
Die Aktie bleibt dabei unter Druck: Heute notiert sie bei 40,60 Euro (-2,82%) und damit nur knapp über dem 52-Wochen-Tief von 40,30 Euro.
Siemens gibt Kontrolle ab – Details folgen im Q2
Vorstand und Aufsichtsrat der Siemens AG haben den Plan gebilligt, die Mehrheitsbeteiligung an Siemens Healthineers abzugeben. Konkret: Siemens will etwa 30% der Healthineers-Aktien direkt an Siemens-Aktionäre abspalten. Damit würde Siemens die Kontrollmehrheit verlieren und Healthineers mittelfristig nur noch als Finanzbeteiligung halten.
Ganz durch ist der Schritt aber noch nicht. Hauptversammlungen und regulatorische Freigaben stehen aus. Einen Zeitplan und strukturelle Details will das Unternehmen Anfang des zweiten Quartals 2026 liefern – genau darauf dürfte der Markt schauen.
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Ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur finanziellen Eigenständigkeit ist bereits gesetzt: Moody’s hat ein Investment-Grade-Rating vergeben. Laut Unternehmen laufen zudem die Vorbereitungen für Trennungsvertrag und die erforderliche Refinanzierung.
Q1: Wachstum – aber Diagnostik bremst
Im ersten Quartal 2026 meldete Siemens Healthineers ein Umsatzwachstum von 3,8% und eine höhere bereinigte EBIT-Marge. Unterm Strich zeigte sich jedoch auch die Kehrseite: Das bereinigte Ergebnis je Aktie sank um 3%.
Operativ spaltet sich das Bild. Bildgebung (Imaging) und Krebstherapie stützten das Wachstum, während die Diagnostiksparte schrumpfte. Dort ging es um 3% abwärts – laut Unternehmen vor allem wegen anhaltender Probleme im China-Geschäft.
Trotzdem gab es auf der Margenseite Rückenwind: Die bereinigte EBIT-Marge verbesserte sich um 200 Basispunkte auf 15%. Das bereinigte EPS lag bei 0,49 Euro.
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Und wie geht es kurzfristig weiter? Für das zweite Quartal stellt der Konzern ein Umsatzwachstum unterhalb der bisherigen Spanne von 5 bis 6% in Aussicht – erneut mit Diagnostik in China als Bremsklotz. Die Jahresprognose für Umsatzwachstum und bereinigtes EPS bestätigte das Management allerdings.
Zölle und Euro: zusätzlicher Gegenwind
Neben der Diagnostik belasten externe Faktoren. Der CFO beziffert den negativen Effekt aus US-Zöllen im Geschäftsjahr 2026 auf bis zu 500 Millionen Euro. Zusätzlich drückt ein starker Euro die Auslandserlöse in der Berichtswährung. In Summe kann das die Marge belasten – selbst wenn das operative Geschäft wächst.
Auch die strategische Zukunft der Diagnostik bleibt ein offener Punkt. Bei der Präsentation im Januar wurden Synergien zwischen Bildgebung und Precision Therapeutics betont, die Diagnostik dagegen kaum. Gleichzeitig kursieren seit Jahren M&A-Gerüchte über einen möglichen Verkauf des Diagnostikgeschäfts.
Zum nächsten Fixpunkt wird der 7. Mai 2026: Dann legt Siemens Healthineers die Zahlen für Q2 vor – davor dürften vor allem die angekündigten Spin-off-Details Anfang des zweiten Quartals den Takt für die Aktie vorgeben.
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