Siemens Healthineers hat am Donnerstag das Produktivitätsprogramm „Transform4 Future“ angekündigt. Laut Reuters soll es nach Unternehmensangaben ab 2028 Kosten von mehr als 300 Mio. € auffangen. Dabei geht es um Belastungen aus dem Diagnostics-Carve-out, der Fokussierung des Ultraschallgeschäfts und der geplanten Entkonsolidierung von Siemens.
Zusätzliche Einsparungen in der Diagnostik
Für die Diagnostiksparte hat Siemens Healthineers außerdem zusätzliche Einsparungen von 400 Mio. € eingeleitet. Finanzchef Jochen Schmitz nannte diese Medienberichten zufolge als Ziel, um mittelfristig Margen im mittleren Zehnerprozentbereich zu erreichen.
Die In-vitro-Diagnostiksparte soll künftig Olyrian Diagnostics heißen. Der eingeleitete Carve-out bedeutet noch keine eigenständige Aufstellung: Während des Übergangs bleibt die Sparte nach Unternehmensangaben Teil des Konzerns. Als frühestmöglichen Zeitpunkt für ihre Eigenständigkeit nennt Siemens Healthineers Mitte 2028.
Neue Aufsichtsräte vorgeschlagen
Auch bei der Besetzung des Aufsichtsrats stehen Veränderungen an. Am Mittwoch schlug das Gremium Melanie Kreis, Heyo Kroemer, Jonathan Lewin und Pascale Witz als neue Anteilseignervertreter für die Hauptversammlung 2027 vor. Roland Busch legt sein Mandat nieder. Ralf Thomas und Peter Körte wurden zur Wiederwahl vorgeschlagen.
Daneben setzt Siemens Healthineers den Aktienrückkauf fort. Im am Montag veröffentlichten Zwischenbericht meldete das Unternehmen den Erwerb von 50.000 eigenen Aktien. Die Käufe erfolgten im Zeitraum vom 26. Oktober bis einschließlich 1. November 2026.
Medienberichten zufolge beließ Deutsche Bank Research die Aktie gestern nach den Jahreszahlen bei „Hold“. Das Kursziel beträgt 39 €. Am 9. November 2026 steht für Siemens Healthineers eine Roadshow mit JP Morgan in London im Finanzkalender.
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